Unfall bei Valencia

Unglück bei Weihnachts-Kirmes: Wind schleudert Hüpfburg durch die Luft - zwei Kinder gestorben

  • Stephan Kippes
    VonStephan Kippes
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Auf einer Weihnachts-Kirmes bei Valencia hat der heftige Wind eine Hüpfburg aus der Verankerung gerissen. Zwei Mädchen sind gestorben, mehrere verletzt. Die Ermittler untersuchen nun, ob die Hüpfburg richtig befestigt war.

Update, 10. Januar: Auch das zweite schwer verletzte Kind ist nach dem schrecklichen Kirmes-Unglück in Mislata gestorben. Das vierjährige Mädchen hatte seit dem Unfall am 4. Januar auf der Intensivstation des Hospital Clínico in Valencia gelegen. Ein zweites, achtjähriges Mädchen, war bereits in der Nacht des Unglücks gestorben. Beide Mädchen waren von der Hüpfburg gefallen, nachdem diese von einem heftigen Windstoß erfasst worden war. Das Rathaus von Mislata hat drei offizielle Trauertage angeordnet.

Tödliches Hüpfburg-Unglück auf Kirmes: Ermittlungen laufen

Update, 7. Januar: Die Ermittlungen zu dem tödlichen Unglück auf einer Kirmes in Mislata bei Valencia konzentrieren sich darauf, ob die Hüpfburg richtig befestigt war und ob der Unfall hätte vermieden werden können. Ersten Untersuchungen zufolge war die elf mal siebeneinhalb Meter große Hüpfanlage nicht im Boden verankert, sondern an Gewichten befestigt, die auf dem Boden standen. Mit diesem System könnten sich die Betreiber aber an die Vorgaben gehalten haben: Die meisten Rathäuser verbieten es, Löcher in den Boden zu bohren, um Attraktionen daran zu befestigen. Stattdessen empfehlen sie Gegengewichte - in welcher Form auch immer. Laut Medienberichten war eine zweite Hüpfburg auf der Weihnachtskirmes etwa an einem schweren Anhänger befestigt und hielt dem starken Wind stand.

Zudem konzentrieren sich die Ermittlungen auf den Wind selbst. Am Dienstagabend, als das schreckliche Unglück auf der Kirmes passierte, wurden in Valencia und Umgebung Windböen von bis zu 60 Kilometern pro Stunde gemessen. Bei solchen Stärken dürften Hüpfburgen eigentlich gar nicht in Betrieb sein, ab 38 Stundenkilometern ist dies verboten. Geklärt werden muss nun, ob es sich um einen einzelnen Windstoß handelte, der die Kirmesbetreiber überraschte, oder ob zu dem Zeitpunkt die Windgeschwindigkeit schon länger über dem zulässigen Höchstwert lag. Unterdessen liegt das zweite schwer verletzte Kind weiterhin auf der Intensivstation. Das vierjährige Mädchen hatte beim Sturz von der Hüpfburg schwere Kopfverletzungen davongetragen. Ein zweites, acht Jahre altes Mädchen, war noch in der Nacht des Unglücks gestorben.

Tödliches Kirmes-Unglück bei Valencia - Hüpfburg von Wind erfasst

Erstmeldung, 5. Januar: Mislata - Auf einer Weihnachts-Kirmes in Mislata bei Valencia ist bei einem tragischen Unfall ein achtjähriges Mädchen gestorben. Acht weitere Kinder wurden verletzt, ein vierjähriges Kind liegt in kritischem Zustand im Krankenhaus. Das Unglück ereignete sich am Dienstagabend, 4. Januar, gegen 20.15 Uhr, als heftiger Wind eine Hüpfanlage aus der Verankerung riss. Die Hüpfburg wurde in die Luft geschleudert, zu dem Zeitpunkt befanden sich etwa zehn Kinder auf der Kirmes-Attraktion.

Die zwei Mädchen im Alter von vier und acht Jahren fielen von der Hüpfburg und zogen sich bei den Stürzen schwere Verletzungen zu. Die restlichen Kinder wurden unter der umgestürzten Anlage begraben. Es brach Panik aus, als Eltern, Personal und Polizei die Kinder bargen. Insgesamt vier Kinder mussten verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. Fünf weitere Kinder wurden ärztlich versorgt. Das achtjährige Mädchen starb um 1 Uhr in der Nacht zum heutigen Mittwoch, es hatte sich bei dem Sturz von der Hüpfburg schwere Verletzungen am Kopf zugezogen.

Der heftige Wind riss die Kirmes-Hüpfburg bei Valencia aus der Verankerung.

Tödliches Unglück auf Kirmes - Ermittler untersuchen Befestigung der Hüpfburg

Auch am heutigen Mittwoch fegen heftige Sturmböen über Spaniens Mittelmeerküste. An der ganzen Costa Blanca herrscht Warnstufe Gelb wegen des starken Winds, laut den Meteorologen können die Sturmböen Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde erreichen.

Die Kirmes bei Valencia stellte den Betrieb nach dem Unglück ein, nun wird untersucht, ob die Anlage korrekt befestigt war. Die Nationalpolizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Die Hüpfburg war in einer breiten Straße aufgestellt, durch die der heftige Wind fegte. Der Bürgermeister von Mislata, Carlos Fernández Bielsa, zeigte sich nach dem Unglück bestürzt und bedankte sich bei den Rettungskräften für den schnellen Einsatz.

Rubriklistenbild: © Consorcio Provincial Bomberos de Valencia

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