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Steuern in Spanien: Wer auf dem Land wohnt, hat an der Costa Blanca Vorteile

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Von: Anne Götzinger

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Ansicht eines kleinen Dorfes mit Kirchturm in Spanien.
Gegen die Landflucht in Spanien: Wer an der Costa Blanca in einem kleinen Dorf wohnt, könnte in diesem Jahr Steuern sparen. © Ángel García

In Spanien wird jetzt die Einkommen-Steuererklärung für 2021 fällig. Wer an der Costa Blanca auf dem Land wohnt, kann dies eventuell geltend machen.

Valencia – Am 6. April beginnt in Spanien die Frist für die Abgabe der Einkommen-Steuererklärung 2021 – und dabei könnte es sich an der Costa Blanca steuerlich zum ersten Mal auszahlen, in einem Kuhkaff zu wohnen. Personen, die in einem valencianischen Dorf leben, der „von Landflucht bedroht ist“, können dies erstmals in ihrer Steuererklärung geltend machen und Rabatte zwischen 300 und 540 Euro – je nach familiärer Situation – erhalten.

Land ValenciaAutonome Region in Spanien
Fläche23.255 km²
Bevölkerung4,975 Millionen (2019)
HauptstadtValencia

Wer noch dazu ein neues Business in einem solchen Dorf eröffnet, kann bis zu 30 Prozent der dafür notwendigen Investitionen absetzen – mit einer Obergrenze von 6.000 Euro. Wenn die Geschäftsleute außerdem ihren Wohnsitz in diesem Ort haben, erhöht sich dieser Steuervorteil um weitere 15 Prozent, sodass letztendlich bis zu 9.000 Euro von der Steuer abgesetzt werden können. „Wir sind uns bewusst, dass das Phänomen der Landflucht ein transversales Problem in ganz Spanien ist, das mit öffentlichen Aktionen und der notwendigen Politik bekämpft werden muss“, sagte der Generaldirektor für Steuern, Rafael Beneyto. Auch mit der Einrichtung einer touristischen Ruta 99 will die Landesregierung die Entvölkerung im Hinterland der Region Valencia bremsen.

Steuern in Spanien: An der Costa Blanca gibt es 30 mögliche Steuervorteile

Doch auch, wer nicht auf dem Land wohnt, hat eventuell Anspruch auf Steuererleichterungen. So können die valencianischen Steuerzahler für das Jahr 2021 theoretisch insgesamt 30 Vorteile geltend machen, die vor allem vulnerable Bevölkerungsgruppen wie junge Leute, Arbeitssuchende oder Opfer von Häuslicher Gewalt entlasten sollen.

Frauen, die Opfer von Misshandlung geworden sind, erhalten zum Beispiel erstmals einen 25-prozentigen Steuer-Rabatt auf ihre Mietausgaben mit einer Obergrenze von 850 Euro, bei bis zu 35-Jährigen und/oder mit einer Behinderung beträgt der Rabatt 30 Prozent und maximal 1.000 Euro. Steuervorteile gibt es außerdem für alle anderen Personen mit einer Behinderung. Im Bereich Wohnen gibt es zudem Abzüge für Maßnahmen, die die Energieeffizienz verbessern sowie für andere Renovierungsmaßnahmen.

Die Steuererklärung 2021 soll wie schon im vergangenen Jahr auch dazu dienen, Einkommensausfälle wegen der Coronavirus-Pandemie zu lindern, die viele Familien in die Armut getrieben hat. Dabei gibt es Ausnahmeregelungen unter anderem für Betroffene von Kurzarbeit oder Personen, die ihre Arbeitszeit wegen ihrer familiären Situation reduzieren mussten.

Alle möglichen Steuervorteile sind auf der Internetseite des Landesfinanzministeriums abrufbar.

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