Ein Wal springt aus dem Meer
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Walsichtungen sind vor Dénias Küste keine Seltenheit

Finnwalen auf dem Weg zum Ligurischen Meer

Spanien bekommt Besuch von Walen: 14 Finnwale vor Dénias Küste

  • vonAndrea Beckmann
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Binnen weniger Tage wurden 14 Finnwale am Cabo San Antonio vor Dénia gesichtet. Auf dem Weg zum Ligurischen Meer kommen Wale sehr nah an die Küste der Costa Blanca heran.

  • 14 Finnwale vor Dénia zählten die Aufseher des Marinereservats in weniger als zwei Wochen.
  • Im Frühjahr ziehen die Meeresriesen über die Costa Blanca ins Ligurische Meer.
  • Auf ihrer Reise kommen die Wale mitunter sehr nah an die Küste von Alicante heran.

Dénia - Bei Whale Watching denkt man an Hawaii, Mexiko, Kanada oder allenfalls an Teneriffa. Was die wenigsten wissen: Auch an der Costa Blanca lassen sich diese Meeressäuger zu bestimmten Jahreszeiten beobachten. Mit etwas Glück sogar von der Küste aus. Das Marinereservat San Antonio (spanisch) am Ende von Dénias Küstenstreifen Las Rotas entpuppt sich immer mehr zu einem Bereich, in dem Wale mit bloßem Auge beobachtet werden können. Immer häufiger ziehen die Kolosse dort zwischen Mai und September in geringer Entfernung von 500 bis 1.500 Metern im relativ flachen Gewässer an Dénias Küste vorbei.

Im Marinereservat finden die Wale offenbar ausreichend Nahrung

Wieso sich die Meeressäuger so nah an der Küste blicken lassen, ist nicht ganz klar. Forscher vermuten, dass ihnen das Reservat als Futterquelle dient, wenn sie im Frühjahr zur Paarung in Richtung Ligurisches Meer und von dort im Herbst wieder zurück zum Atlantik ziehen.

An Dénias Cabo San Antonio kommen die Meeresriesen manchmal so nahe an der Küste vorbei, dass man sie sogar vom Festland aus beobachten kann. Vor allem sind es immer wieder Finnwale, die in Küstennähe gesichtet werden. Es ist die zweitgrößte Walart nach dem Blauwal, dem größten Tier unseres Planeten „Es ist erstaunlich, wie diese Kolosse immer wieder wie aus dem Nichts erscheinen“, sagt der Aufseher des Marinereservats, Toni Martínez. „Sie tauchen am Meeresreservat auf und wenn sie den Cabo San Antonio umrundet haben, ändern sie ihren Kurs in Richtung Osten und verschwinden in tiefere Gewässer.“ Die Stadt Dénia hat am Ende von Las Rotas in der Nähe des Restaurants Mena eine Aussichtsplattform geschaffen, von der man mit etwas Glück die sanften Riesen beobachten kann.

Gebiet am Cabo San Antonoi könnte Biosphärenreservat werden

Schon seit längerem bemüht sich die Kommune darum, dass die Unesco das Marinereservat am Cabo San Antonio als Biosphärenreservat anerkennt. Man sei sich durchaus bewusst, dass die Voraussetzungen für eine Aufnahme sehr streng geregelt seien, doch sei dieses Meeresreservat einzigartig. Nicht nur wegen der vielen Walsichtungen, sondern auch wegen seiner Artenvielfalt, dem ins Meer abfallenden Naturpark Montgó und letztendlich auch aus kultureller Sicht. Nahe dieses Meeresreservats hat sich eine Stadt entwickelt, deren Bevölkerung zum Teil vom Fischfang lebt und deren Gastronomie vom Meer geprägt ist.

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