Gebiete mit stehendem Wasser sollten Anwohner meiden. Foto: Ángel García

Von stehendem Wasser fernhalten

Orihuela - ann. Das Landesgesundheitsministerium in Valencia hat nach dem Hochwasser eine Reihe von ...

Orihuela - ann. Das Landesgesundheitsministerium in Valencia hat nach dem Hochwasser eine Reihe von Empfehlungen für die Vega Baja herausgegeben, um negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu verhindern. So rät die Behörde, Gebiete zu meiden, in denen noch Wasser steht. Mögliche Risiken sind dort die Ausbreitung von Stechmücken oder Nagetieren wie Ratten. In Absprache mit den Rathäusern der betroffenen Gebiete werden dort nun verstärkt Insektenvernichtungsmittel und solche gegen Ratten und Mäuse eingesetzt sowie tote Tiere geborgen. Dabei wurden aus dem stehenden Wasser Proben genommen, die jetzt im Labor analysiert werden. Die Übertragung von Infektionskrankheiten wie Zika oder ähnlicher Viren sei nicht zu befürchten, so die Behörde, da es sich dabei nicht um in Spanien vorkommende Erkrankungen handle. Übertragen werden könnten nur die üblichen Infektionskrankheiten des Gebiets. Das Meiden stehender Gewässer könne das Ansteckungsrisiko schmälern. Das Landesministerium empfiehlt außerdem, rohe Lebensmittel wie Obst und Gemüse vor dem Konsum sorgfältig zu waschen. Was das Leitungswasser angeht, besteht keine Gefahr. Das Landesministerium steht in ständigem Kontakt mit den Wasserversorgern der betroffenen Gemeinden, um das Trinkwasser zu kontrollieren. Dabei sei derzeit keine Anomalie festzustellen. Allerdings rät die Behörde, kein Brunnenwasser für Tiere oder Menschen zu verwenden, bis dieses nicht analysiert ist. Im Zuge der Lebensmittelsicherheit wurden Schlachthöfe inspiziert, um sicherzugehen, dass Tiere, die sich zum Zeitpunkt des Hochwassers und in den Tagen danach in der Schlachthalle oder in den Ställen befanden, aus dem Verkehr gezogen wurden. Auch Lager des Lebensmittelvertriebs wurden inspiziert und die Unternehmen auf die Wichtigkeit hingewiesen, Produkte, die während der Überschwemmungen Schaden erlitten hatten, zu zerstören. Das Landesministerium steht außerdem in engem Kontakt mit Gesundheitszentren und Krankenhäusern, um über die Zunahme möglicher Erkrankungen (prinzipiell Magen-Darm-Infekte) sofort Bescheid zu wissen. Bislang sei jedoch kein Anstieg bestimmter Krankheiten festzustellen.

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