Die Straßenkehrer des Meeres

Calp – mz. Es herrscht ein buntes Treiben in der Lonja am Hafen von Calp. Es ist wieder Zeit für die...

Calp – mz. Es herrscht ein buntes Treiben in der Lonja am Hafen von Calp. Es ist wieder Zeit für die tägliche Fischauktion, bei der Großkunden auf frische Ware bieten. Gekonnt werden die Kisten über den Boden geschleudert, im Eiltempo mit Eis bedeckt und schließlich in Lieferwagen geladen. Besucher können sich das Spektakel anschauen oder Fisch später im angeschlossenen Laden kaufen. Bei diesem Anblick könnte man der Fischerei eine rosige Zukunft prognostizieren. Ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt aber ein ganz anderes Bild. Während in den 1970er Jahren noch täglich bis zu 40 Boote ausfuhren, sind es aktuell gerade einmal elf. Paco Femenía, der schon seit den 80er Jahren auf Fischfang geht, kennt die Gründe für den starken Rückgang: „Es kommen keine jungen Leute nach. Es ist nicht so, dass sie nicht aufs Meer wollen, aber heute müssen viele Anforderungen erfüllt werden, um auf Fischfang gehen zu dürfen. Die meisten sind dazu nicht bereit.“

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