In einem alten Gebäude sind Säulen, Rundbögen, Steinfußboden und Holzbalken zu sehen.
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Benissas Altstadt und Museen als Tipp für den Sommer. Hier die Cases del Batlle.

Urlaub in Spanien

Benissas Altstadt als Sommertipp: Museumsgebäude bieten Abwechslung zum Strand

  • Anne Thesing
    VonAnne Thesing
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Benissas Museen sind nicht nur von innen sehenswert, sondern imponieren auch von außen. Ob alte Herrenhäuser oder Bürgermeisterunterkünfte: Benissas Altstadt lebt von ihren historischen Gebäuden. Ein guter Tipp also, um im Sommer Abwechslung in den Strandurlaub zu bringen.

Benissa - Die meisten Touristen an der Costa Blanca zieht es im Sommer an die schönen Strände, und da hat Benissa mit seinen sympathischen Stränden und Buchten einiges zu bieten. Wer jedoch eine Auszeit von Sonne und Strand nehmen will, der sollte sich einen Spaziergang durch Benissas Altstadt, die übrigens seit Corona auch virtuell erkundet werden kann, nicht entgehen lassen – und kann dabei vor der Hitze Spaniens auch in dem ein oder anderen Museum Schutz suchen. Oder aber die Gebäude, ungeachtet ihrer Öffnungszeiten, einfach nur von außen auf sich wirken lassen und in ihre Geschichte eintauchen. Gerade in Benissa lohnt sich das, sind doch viele der Museen in historisch beeindruckenden Gebäuden untergebracht, die eine Menge über die Altstadt erzählen.

BenissaGemeinde in Spanien
Höhe254 m
Fläche69,71 km²
Bevölkerung10.768 (2018)
ProvinzProvinz Alicante

Sommertipp aus Benissa: Museum und Uni-Gebäude in ehemaligen Herrenhäusern

Angefangen bei dem Gebäude in der Calle Puríssima 57, das Uniflair in die Altstadt des valencianischen Dorfes bringt. Die Zweigstelle der Universität von Alicante, in der neben Kursen und Vorträgen auch immer wieder Ausstellungen gezeigt werden, befindet sich in zwei zusammengelegten Herrenhäusern, die in der Marina Alta ihresgleichen suchen. So wurde die Casa de los Andrés Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts auf einem der größten Grundstücke des damaligen Benissa als städtischer Palast gebaut und gilt als eins der interessantesten Zeugnisse der bürgerlichen Architektur dieser Zeit. Die Straße, in der das Haus steht, die Calle Puríssima, ist Benissas Schmuckstück, ein Bummel im Schatten der typisch valencianischen Häuser ist ein guter Tipp auch für einen Sommertag im Urlaub.

Interessant ist auch der zweite Teil des Uni-Sitzes in der Altstadt, die Casa de Pere Bigot. Wegen ihrer Architektur, aber auch wegen einer ihrer früheren Bewohner, Pedro Ivars Sala – bekannt und geliebt als Pere Bigot. Im Jahr 1917 verließ er Benissa in Richtung Amerika, zurück kam er mit einem reichen Schatz an Anekdoten, die er, oft verkleidet und Akkordeon spielend, den Kindern und Jugendlichen erzählte.

Museumsgebäude als Sommertipp: Wo in der Altstadt früher Benissas Bürgermeister wohnten

Weiter geht es in der Altstadtstraße Puríssima zum nächsten Museumstipp, der sich hinter den Hausnummern 38 und 40 verbirgt. Hier befinden sich die Cases del Batlle, also die früheren Bürgermeisterhäuser. Im 16. Jahrhundert wurden sie als zwei fast symmetrisch strukturierte Herrenhäuser gebaut, 1998 von Benissas Rathaus gekauft und ein Jahrzehnt lang restauriert – wobei historische Elemente erhalten blieben. Darunter auch Überreste aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, die man bei den Arbeiten fand – zum Beispiel Reste der Stadtmauer oder alte Getreidesilos. Heute sind hier das großzügig angelegte Kunstmuseum Salvador Soria mit den sehenswerten Siegergemälden des gleichnamigen, jährlich stattfindenden Kunstwettbewerbs sowie die Stadtbibliothek Bernat Capó untergebracht - in der man vielleicht auch den ein oder anderen Lesestoff für einen Sommertag am Strand findet.

Einblick in die Welt von Benissas Adel gibt das Museum Casa Abargues in der Altstadt.

Dritter Museumstipp, der sich von außen lohnt, den man aber auf jeden Fall auch von innen betrachten sollte, ist die Casa Museo Abargues in der ebenfalls schnuckeligen Altstadtstraße Calle Desemparats 7. Im 18. und 19. Jahrhundert als Herrenhaus gebaut, gilt sie heute als „historisch bedeutender Ort“. Wie es hier seinerzeit, als der Benissaner Adel das Haus bewohnte, zuging, zeigen die mit Originalmöbeln aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und im alten Stil eingerichteten Säle, Küchen und Gemeinschaftsräume. Kaum ein anderer Ort in Benissa bietet eine so realistische Möglichkeit, in die – reiche – Vergangenheit der Gemeinde abzutauchen.

Wegen der Öffnungszeiten der Museen im Sommer am besten im Tourismusbüro fragen. Zusatztipp: Besonders reizvoll ist ein Besuch der Altstadt noch bis 5. September, die Freiluftausstellung „De Marà“ zeigt bis dahin Kunst in den Straßen.

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