Die Aufgabe der Krankenwagen übernehmen in Orihuela notdürftig Lkw der Waldbrand-Einheit. Foto: privat

Todesopfer in Vega Baja

Orihuela - sw. Kurz nach 20 Uhr hat die Guardia Civil am heutigen Freitag, 13. September, in Benferr...

Orihuela - sw. Kurz nach 20 Uhr hat die Guardia Civil am heutigen Freitag, 13. September, in Benferri den toten Körper eines 58-Jährigen geborgen. Der Mann hatte ersten Untersuchungen zufolge sein Auto abgestellt und wollte die Straße überqueren, als er vom Wasserstrom aus dem überlaufenen Fluss Segura erfasst und etwa hundert Meter von seinem Haus weggetrieben wurde. Das Opfer kam gebürtig aus dem Nachbarort Redován. Er ist damit für das Land Valencia das erste Todesopfer der schlimmen Gota fría, bei der bereits bei Albacete, Almería und Granada vier Menschen gestorben waren. Einen ganz schwierigen Tag hatte indes die Klinik Vega Baja, die im Vorort San Bartolomé schon gestern von den starken Fluten überrascht worden war und bis heute aus Orihuela über das Straßennetz nicht zu erreichen war. Die CBN erfuhr, dass dem Krankenhaus daher heute nur das Personal zur Verfügung stand, das aus der Richtung Alicante und Elche herbeifahren konnte. Das Erdgeschoss sei weiter geflutet, sodass in der Notaufnahme kein normaler Dienst möglich sei. Krankenwagen, die das Hospital nicht erreichen konnten, wurden nach Elche und Torrevieja umgeleitet. Helikopter und Lkw der Sondereinheit der Feuerwehr für Waldbrände übernahmen in einigen Fällen die Aufgabe der Ambulanzen. Dennoch wachsen die vielen hauptberuflichen und freiwilligen Hilfskräfte in diesen Stunden über sich hinaus, und verhindern, dass es zu schlimmeren Folgen kommt. Die Rathäuser bitten daher Bürger weiter um tätige Mithilfe. Wer beispielsweise über ein PS-starkes Fahrzeug mit Allradantrieb verfügt, kann sich damit in betroffenen Orten bei der Ortspolizei als Hilfe zur Verfügung stellen. Einen entsprechenden Aufruf startete zum Beispiel Santa Pola. Morgen, am 14. September, findet dort um 9 Uhr beim Sporthafen Marina Miramar eine Aufräumaktion statt. Gebraucht werden Besen, Schaufeln und dergleichen. Kontakt: 637 01 98 98. Auch Schlafplätze, trockene Kleidung und Kräfte zum Räumen oder Errichten von Dämmen werden vielerorts gebraucht - fragen Sie also Ihre Ortspolizei, Guardia Civil, Feuerwehr oder das Rathaus.    

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