Menschen demonstrieren für den Klimaschutz
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Spaniens Umweltschützer machen mit einer Balkondemo am Freitag mobil.

Klimaproteste im Land Valencia

Während der Ausgangssperre: Umweltschützer machen mit Balkon-Demonstrationen mobil

  • vonAndrea Beckmann
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Die spanische Umweltschutzvereinigung Ecologistas en Acción hat im Namen verschiedener Klimaschutzgruppen zu Balkonprotesten aufgerufen, mit denen Valencias Landesregierung zu verstärkten Maßnahmen im Klimaschutz aufgerufen werden soll.

  • Von den Balkonen soll Ruf nach Klimaschutz hallen.
  • Umweltschützer wollen Landesregierung in die Pflicht nehmen.
  • Wirtschaft muss nachhaltiger werden, fordern Umweltschützer.

Valencia - Die Umweltschutzvereinigung Ecologistas en Acción hat die valencianische Bevölkerung aufgefordert, sich am Freitag, 24. April, auf den Balkonen ihrer Wohnungen einzufinden, um für mehr Maßnahmen im Klimaschutz aufzurufen. „An dem Tag wären wir eigentlich mit Fridays For Future zum globalen Klimastreik auf die Straße gegangen“, erklärte ein Sprecher von Ecologistas en Acción. „Die Ausgangssperre aufgrund der Coronaviurs-Pandemie soll uns von diesem Vorhaben nicht abhalten. Deshalb verlagern wir unsere Proteste ab 22 Uhr auf die Balkone.“

Entschlossenes Handeln gefordert

Mit dieser Aktion wollen die Umweltschützer Valencias Landesregierung und die Kommunen des Landes Valencia zu einem entschlosseren Handeln bei Umweltfragen auffordern. „Wir appellieren an eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, um die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Entwicklungsziele in Einklang zu bringen", erklärte ein Sprecher. Eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung schaffe die Grundlage für ein sozial gerechtes und ökologisch nachhaltiges Wachstum, das die Beschäftigung fördere und damit zur Armutsbekämpfung beitrage. Es sei an der Landesregierung, Lösungen zu finden, die diese Entwicklung förderten, so der Sprecher. Die Ecologistas pochen unter anderem auf die Notwendigkeit der Umrüstung hin zu erneuerbaren Energien, die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel, die verstärkte Nutzung von Fahrrädern als Transportmittel sowie verkehrsfreie Zeiten. Darüber hinaus halten die Umweltschützer ein Umdenken im Konsumverhalten, neue Bildungssysteme, die sich mehr der Umwelterziehung widmen sowie eine verbesserte Wiederverwertung von Abfallprodukten für notwendig.

Last but not least fordern die valencianischen Umweltschutzvereinigungen die Ausweitung von Naturschutzgebieten, die mit Aufforstungsprogrammen und einem Umdenken in der Flächennutzung dahergehen sollte. „Der Aufforstung von Waldgebieten, der Schaffung von mehr Fußgängerzonen in den Städten und nachhaltigere Flächennutzungspläne müssen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden", meint Ecologistas en Acción.

Bevor es zu spät ist

Der Klimanotstand sei real und werde immer deutlicher, meinen die Umweltaktivisten. „Lasst uns das Mehr an Zeit, das wir aufgrund der Coronavirus-Krise und der Ausgangssperre haben, dafür nutzen, um über Maßnahmen nachzudenken, die sich längerfristig positiv auf unserere Umwelt auswirken, bevor es zu spät ist“, fordert die Vereinigung .

Die aktuelle Pandemie zeige: Um Krisen bewältigen zu können, sei es entscheidend, solidarisch zusammenzustehen und entschlossen zu handeln. Dies gelte nicht allein für die Notsituation, der wir durch das Coronavirus ausgesetzt seien, sondern auch für die Klimakrise.

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