Die Regale der Mercadona in Villajoyosa am Freitagnachmittag. Foto: Maurice Zurstraßen

Valencia in Alarmbereitschaft um das Coronavirus: Schulen schließen, Diskussion um Rationalisierungen

Das Land Valencia bereitet sich auf Wochen unter strengen Schutzvorschriften gegen das Coronavirus v...

Das Land Valencia bereitet sich auf Wochen unter strengen Schutzvorschriften gegen das Coronavirus vor. Schulen schließen ab Montag, 16. März, und einige Gemeinden schließen auch einen Großteil ihrer öffentlichen Einrichtungen.  Zwei neue Corona-Tote in Valencia und 31 neue Krankheitsfälle. Ab Montag, 16. März, schließen alle Schulen in der Autonomen Region. Aktuell 39 Fälle in Alicante, fünf in Castellón und 104 in Valencia, zwei davon schwerwiegend. Valencia - ste. Die valencianische Landesregierung beklagt zwei neue Todesfälle in dieser Woche. Dabei handelt es sich um eine 90-jährige Frau, die sich in einem Seniorenheim in der Provinz Valencia infizierte, ins Krankenhaus eingeliefert wurde, der Krankheit aber schließlich erlag. Der andere Verstorbene ist ein 77-jähriger Mann aus der Provinz Alicante. Beide Tote waren bereits vor Ausbruch des Coronavirus chronisch erkrankt und zählten zusätzlich aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters zur höchsten Risikogruppe. Die Landesregierung bittet alle Menschen, die älter als 60 Jahre sind oder regelmäßig Medikamente einnehmen, sich so weit wie möglich von Gefahren fernzuhalten und sich schon bei ersten Anzeichen von starkem Husten oder Atembeschwerden auf das Virus testen zu lassen. Coronavirus bei 31 weiteren Menschen festgestellt Insgesamt testeten die regionalen Gesundheitsbehörden in dieser Woche 31 neue Infizierte, neben den zwei Verstorbenen wurde die Krankheit auch bei 20 weiteren Besuchern der Seniorenresidenz in der Provinz Valencia festgestellt und die alicantinischen Krankenhäuser registrierten neun weitere Fälle. Die Ansteckung in der Seniorenresidenz in Valencia veranlasste einige Gemeinden wie Altea und La Nucía dazu, ihre Tagespflegeeinrichtungen für ältere Menschen zu schließen, um eine Ansteckung dieser akut gefährdeten Menschen zu verhindern. Nach Ausrufung der niedrigsten Notstandsstufe, dem Estado de Alarma, durch Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez wurden in der Region Valencia auch die Artikel in den Supermärkten knapp. Die Landesregierung mahnt nun die Supermärkte und Lebensmittelhändler zur Verantwortung: "Es gibt keinen Grund zur Sorge, die übliche Lebensmittelbeschaffung wird weitgehend so ablaufen, wie immer", erklärte ein Sprecher des valencianischen Wirtschaftsministeriums, "deswegen müssen die Geschäfte jetzt handeln und Informationstafeln aufhängen, dass die Versorgung mit Lebensmitteln langfristig gesichert sein wird". Notstand kann Restriktionen auslösen Im selben Schreiben bereitet das Wirtschaftsministerium aber dann doch auf mögliche Rationalisierungen vor. "Wenn die Regierung sich in der Pflicht sieht, Maßnahmen der Restriktion zu ergreifen, müssen die Händler das einfach hinnehmen. Es wird alles proportional ablaufen, kein Unternehmen wird diskriminiert werden", betont das Ministerium. Es verspricht den Lebensmittelhändlern aber, alle Möglichkeiten abzuschöpfen und so zum Beispiel auch den Verkehr zu regeln, damit eine möglichst lückenlose Versorgung mit Produkten des täglichen Bedarfs gesichert ist. Die Regierung bittet die Händler, eng mit dem Land, aber auch mit den Gemeinden zusammenzuarbeiten. Um die Gemeinden korrekt zu beraten, hat sie auch eine spezielle Telefonnummer eingerichtet. So können die Rathäuser direkt Rückfragen und Hilfen mit der Landesregierung klären. "Wir wollen damit alle institutionellen Einheiten koordinieren, damit die Informationen überall gleichmäßig fließen", ließ das Ministerium verlauten. Prävention Coronavirus: Alle Schulen fallen ab Montag aus Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, lässt das Land Valencia ab Montag alle Schulen schließen. In dieser Zeit sollen die Kinder von zu Hause aus Unterrichtsmaterialien bearbeiten. Das Land hat auch eine eigene Website eingerichtet, wo Eltern alle Neuigkeiten sofort zentral mitgeteilt bekommen. Die Koordination der Unterrichtsmaterialien wird von den Schulen und Lehrern übernommen, einige Einrichtungen bieten auch eigene E-Learning-Plattformen. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen, Betreuung durch die Großeltern sollte aufgrund des erhöhten Risikos einer Erkrankung von Menschen über 60 Jahren unterlassen werden. Projekte zur Unterstützung bei der Betreuung stehen zur Zeit noch nicht fest.     Bitte beachten Sie, dass sich durch die ständigen Änderungen an Maßnahmen und Vorschriften Informationen schnell ändern können. Die Redaktion arbeitet mit Hochdruck daran, alle Beiträge auf dem neuesten Stand zu halten. Vielen Dank für Ihr Verständnis. 

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