Posidonia am Strand: Kinder haben weniger Berührungsängste als viele Erwachsene. Foto: A. Beckmann

Verbündete im Klimaschutz

Dénia – ab. Ihr Nutzen ist von unermesslichem Wert, doch viele Strandbesucher stören sich an den gli...

Dénia – ab. Ihr Nutzen ist von unermesslichem Wert, doch viele Strandbesucher stören sich an den glitschigen Resten der Posidonia, die mit den Wellen an die Strände gespült werden und sich zu Bergen anhäufen. In Dénia sind vor allem die Strände Marineta Cassina und Almadrava betroffen. Zum Ärger vieler Badegäste, die sich davor ekeln. Und so gingen vergangenen Sommer wie auch in den Vorjahren wieder unzählige Beschwerden von Badegästen bei der Stadt ein. Zu Unrecht, wie der promovierte Meeresbiologe und Leiter des Forschungszentrums Iryda der Uni Alicante, César Bordehore, meint. „Davon abgesehen, dass die Posidonia oceanica ein Indiz für gute Wasserqualität ist, schützt sie Küsten vor Erosion und sorgt dafür, dass Strände nicht abgetragen werden. Außerdem spielt sie eine wichtige Rolle im Klimaschutz, da sie große Mengen an CO2 speichern kann.“ Davon abgesehen sei die Posidonia Brutraum für Hunderte von Meeresbewohnern. „Gäbe es die Seegraswiesen vor unserer Küste nicht, dann wäre es sehr schlecht um unsere Strände bestellt“, sagt Bordehore. Auch sei es durchaus sinnvoll, Reste der Posidonia an bestimmten Küstenabschnitten liegen zu lassen, weil sie starken Wellengang am Strand eindämmen würden.

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