Foto: Ángel García

Verflochtener Geheimtipp

Gata de Gorgos - pra. Modebewusste tragen in diesem Sommer Korb. Ob als geräumige Tasche für den Str...

Gata de Gorgos - pra. Modebewusste tragen in diesem Sommer Korb. Ob als geräumige Tasche für den Strand oder als schicke kastenförmige Version um die Schulter – Geflochtenes ist wieder in. Wer bei modischen Accessoires auch Wert auf lokale Hersteller legt, der wird im Marina-Alta-Örtchen Gata de Gorgos fündig. Dort werden seit Generationen Körbe, Taschen, Hüte, Schuhe oder Lampenschirme aus Espartogras, Weide und Palmblättern geflochten. Die Straßen Gatas sind voller bunter Häuser, niedrig gebaut und idyllisch wirkend. Als Durchreisender kann man die Straßen entlangschlendern und sich an den kleinen Läden erfreuen. Hat man den Sonnenhut vergessen und war auf dem Weg zum Strand, ist das ganz praktisch, in Gata de Gorgos findet man garantiert ein handgeflochtenes Exemplar. Im Laden von Pepe Pedros kaufen Touristen wie Einheimische ein. Früher hat seine Mutter mitproduziert, erklärt er, heute hat er örtliche Lieferanten, die ihn versorgen. In den Sommermonaten hat er mehr Zulauf. Hüte oder Körbe kommen gut an bei den Touristen, die Gatas Korbflechter Anfang der 60er Jahre erst auf die Idee brachten, ein Geschäft aus dem Flechtwerk zu machen. Die Körbe knüpften die Einwohner damals nämlich eigentlich nur für den Eigenbedarf. Im Sommer wurden Tragekörbe für den Transport der Ernte vom Feld zum Wohnhaus gebraucht. Das Espartogras musste vor der Bearbeitung in Wasser gelegt werden, um das Material aufzuweichen und das Flechten zu erleichtern. „Die fertigen, feuchten Körbe stellten die Bauern dann zum Trocknen vor die Türen, früher waren das oft die Stalltore“, erklärt Pepe Pedros. Die Urlauber sahen die Körbe und meldeten Kaufinteresse an – eine Geschäftsidee war geboren. Heute bietet Pepe Pedros in seinem Laden Lampen – die sind dieses Jahr besonders modern – Körbe, Untersetzer ab 1,90 Euro, Fußabstreifer und Stühle an. Die von Hand gemachten Flechtkonstruktionen gibt es mittlerweile auch in Form von Tierköpfen oder Kaktusskulpturen.

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