An Bord der Julia AK sollen 3.800 hungrige Kühe sein. Foto: privat

Viehtransporter darf nicht halten

Cartagena - sw. Ein Transportschiff aus Brasilien mit 3.800 Rindern an Bord bangt darum, am Montag, ...

Cartagena - sw. Ein Transportschiff aus Brasilien mit 3.800 Rindern an Bord bangt darum, am Montag, 26. August, in den Hafen von Cartagena einfahren zu dürfen. Das berichtet der CBN die Tierauffangstation Easy Horse Rescue Centre aus Rojales, die vom Transportunternehmen entsprechende Auskünfte erhalten habe. In Cartagena halte der Viehtransporter Julia AK normalerweise auf der Route aus Südamerika in die Türkei, um Futter und Wasser für die Tiere aufzuladen. Diesmal verhindert das offenbar ein neuer Gerichtsbeschluss, und die Hafenverwaltung gibt dem Schiff kein Grünes Licht. Das Unternehmen glaube daran, die juristische Hürde in wenigen Tagen zu meistern - jedoch sei das für die hungrigen und "eher leichtgewichtigen" Tiere zu viel. Sie würden nicht überleben. Sue Weeding von der Tierauffangstation: "Diese Geschichte und die Not dieser Kühe ist besonders zeitgemäß, wenn man die Feuer im brasilianischen Amazonasgebiet betrachtet. Der Viehsektor ist für 80 Prozent der Abholzung im Regenwald verantwortlich. Wenn der Wald für Tiere gerodet wird, die dann bei unzumutbaren Bedingungen auf See einen Hungertod erleiden, ist das krankhaft und eine gewaltige Verschwendung von Umweltressourcen."

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