Ganz vereinzelt blühen die Bäume auch im Hinterland schon, etwa in Guadalest. Foto: Ángel García

Warten auf das Blütenmeer

Benimantell – fin. Vereinzelt zeigen erste Mandelbäume vor allem an der Küste schon ihre rosa-weiße ...

Benimantell – fin. Vereinzelt zeigen erste Mandelbäume vor allem an der Küste schon ihre rosa-weiße Pracht, auch wenn das große Blütenmeer im Hinterland noch ausbleibt – und das ist auch gut so: „Je später, desto besser“, sagt Mandelbauer Silvestre Ponsoda aus Benimantell, „je länger die Tage sind, desto mehr Stunden arbeiten die Bienen täglich. Die Bestäubung verläuft also besser, was sich schließlich positiv auf die Ernte auswirkt.“ Die Kälte der letzten Tage inklusive Minustemperaturen und Frost im Hinterland kann den robusten Mandelbäumen übrigens nichts anhaben, ganz im Gegenteil: Kurz vor oder während der Blüte können die Bäume alles gebrauchen, nur keine Wärme. Der regenreiche Dezember und die frostigen Nächte jetzt im Januar seien ideal, um den Blütebeginn ein wenig zu verzögern. „Fatal für die Ernte wären jetzt warmer Ponientewind oder generell ein großer Anstieg der Temperaturen“, sagt Ponsoda. Grundsätzlich merken er und seine Kollegen den Klimawandel und den Anstieg der Temperaturen übrigens deutlich. „In den letzten zehn Jahren ist alles etwa zwei Wochen nach vorne gerutscht. Früher setzte die Blütezeit Mitte bis Ende Februar ein, heute Ende Januar, spätestens Mitte Februar. Ebenso die Ernte: Im Guadalest-Tal hat man traditionell immer am 10. September damit begonnen, seit einigen Jahren schon am 1. September“, sagt Ponsoda.

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