Eine Frau mit Regenschirm läuft durch eine Stadt
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So ein Wetter ist Sevilla im Frühling nicht gewohnt.

Wenig Sonne und viel Regen in Spanien

Zum Daheimbleiben: Der Frühling fällt an der Costa Blanca nicht nur wegen der Ausgangssperre ins Wasser

  • vonStephan Kippes
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Das Wetter in Spanien begleitet die Ausgangssperre. Regen, wenig Sonne und kühle Temperaturen dämpfen auch an der Costa Blanca die Lust, viel Zeit im Freien zu verbringen.

  • Viel Regen: Der März zählt mit zu den niederschlagsreichsten Frühlingsanfängen.
  • Kaum Sonne: Die Region Valencia verzeichnet ungewöhnlich wenig Sonnenstunden.
  • Schlecht bis Mai: Das Wetteramt Aemet hat keine guten Aussichten für April.

Alicante - Das Wetter scheint sich in Spanien derzeit auf die Seite der Ausgangssperre zu schlagen. Das ganze Wochenende hat es an der Costa Blanca immer wieder mal geregnet oder es war wolkenverhangen. Der April scheint in die Fußstapfen des März zu treten, der nach Angaben des staatlichen Wetteramts Aemet an Nummer sechs der feuchtesten Märze Spaniens seit 1965 rangiert und an vierter Stelle im neuen Jahrtausend.

Verregneter Frühling: An der Costa Blanca doppelt soviel Regen wie normal

Diesen März fielen im Schnitt 92 Liter auf den Quadratmeter, das Mittel liegt gerade mal bei 47. Kein Vergleich allerdings zum März 2018, als rekordverdächtige 163 Liter auf den Quadratmeter prasselten. Den meisten Regen diesen März bekamen das nördliche Hinterland Valencias und Murcia ab, sowie der Osten von Kastilien La Mancha, der Süden Navarras, La Rioja, der Osten von Kastilien und León sowie der Süden Aragóns.

Auch von Oktober 2019 bis April 2020 fielen laut Aemet 17 Prozent mehr Niederschläge als in den gleichen Monaten im Richtzeitraum 1981 bis 2010 - nämlich 505 Liter pro Quadratmeter statt sonst durchschnittlich 431 Liter. Besonders viel Regen ging in der nördlichen Hälfte und an der Levanteküste nieder sowie auf den Balearen.

Wenig Sonnen: Region Valencia verzeichnet nur 134 Sonnenstunden

Den Eindruck, dass Spanien einen grauen und tristen Frühling erlebt, hat nicht nur etwas mit Regen, Ausgangssperre und Lagerkoller zu tun. Die Sonne hat sich sehr rar gemacht. In der Region Valencia etwa zeichnete Aemet nur von Mitte März bis Mitte April 134 Sonnenstunden im Schnitt auf, normal um die Jahreszeit sind 231. Früher schien es geradezu verboten, dass sich an Fallas um den 19. März auch nur eine Wolke am Himmel blicken ließ, dieses Jahr fielen die Fallas im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Diese Anomalie trug sich nur an der Levanteküste zu, oben in Galicien schien die Sonne 30 Prozent häufiger als normal. León etwa lag mit 260 Stunden Sonne über traditionell sonnenverwöhnten Gebieten wie Almería und Murcía.

Nicht ganz der Wahrheit entsprechen die Klagen über die winterlichen Temperaturen. Der März fiel nicht durch Kälte auf. Mit 11,8 Grad im Schnitt lugte der März ein halbes Grad über den Durchschnitt hinaus und die ersten beiden Aprilwochen sogar 1,3 Grad. Wann wird es endlich wieder schön? Heute könnte es ungemütlich in Andalusien werden. Das Wetter scheint sich an der Ausgangssperre zu orientieren. Das staatliche Wetterinstitut Aemet geht bis Anfang Mai von eher kühlem und durchwachsenem Wetter aus.

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