Grindwale halten sich am liebsten zwischen Cabo de Gata und Cabo de Palos auf. Foto: P. García/Anse

Zwei Walen auf der Spur

Murcia – sg. Die Umweltschützer der Organisation Anse (Asociación de Naturalistas del Sureste) und d...

Murcia – sg. Die Umweltschützer der Organisation Anse (Asociación de Naturalistas del Sureste) und der Plattform für Studien über Wale (Circe) haben das Verhalten von zwei Grindwalen vor der Mittelmeerküste verfolgt. Bereits im November 2015 war es ihnen gelungen, zwei erwachsene Exemplare vor Mazarrón mit Satellitensendern zu markieren. Die beiden Grindwale gehören zu einer Gruppe von rund 50 Artgenossen, darunter auch Mütter mit ihren Jungen. Mit Hilfe der Ortungssysteme konnten die Aktivisten und Wissenschaftler die Meerestiere während drei Monaten auf ihren Wegen entlang der Küste begleiten. Unzertrennliche Partner Den Daten des Senders zufolge bewegten sich die Wale in den ersten beiden Monaten vornehmlich zwischen Cabo de Gata in Almería und Cabo de Palos in Murcia hin und her. Ab Januar waren sie zwischen Cartagena, Ibiza und der Küste von Alicante unterwegs und unternahmen gelegentliche Streifzüge nach Valencia. Das letzte Signal erhielten Anse und Circe am 22. Februar um 6.30 Uhr. Einer der beiden Grindwale hielt sich wieder vor Cabo de Palos auf, den zweiten hatte es zum Unterwasserberg Seco de Palos gezogen. Während mehr als drei Monaten waren die beiden Wale unzertrennlich, berichteten die Experten. Erst in den vergangenen zwei Wochen setzte einer seinen Weg nach Cartagena fort, der andere schwamm unterdessen nach Alicante und Valencia. Nun haben sie sich am Seco de Palos wieder vereint. Die Organisationen Circe und Anse hatten bereits 2011 acht Grindwale, die als bedrohte Art gelten, mit Satellitensendern versehen und ihre Routen im Frühling und Sommer verfolgt. Auch damals hielten sich die Tiere am liebsten zwischen Cabo de Gata und Cabo de Palos auf und unternahmen kurze Ausflüge an die Küste vor Algerien oder die Bucht von Almería. Die ausführlichen Informationen über die Reiserouten der Grindwale geben Aufschluss über Nahrungsquellen und Bestände im Mittelmeer und dienen dazu, geeignete Schutzmaßnahmen für die Spezie zu ergreifen, hieß es. Ziel sei es, in Zukunft auch Große Tümmler und Rundkopfdelfine zu untersuchen und mit Sendern auszustatten.

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