Meer drei Grad wärmer als normal

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Neptungraswiesen sind im Mittelmeer für die Produktion von Sauerstoff unabdinglich. Foto: CCN-Archiv

Alicante – sk. 2015 geht laut Nasa als wärmstes Jahr in die 136-jährige Geschichte der Wetteraufzeichnungen ein. Allen Anzeichen nach bringt auch 2016 nicht die erwünschte Abkühlung. Noch nicht einmal im Mittelmeer. Das sollte im Winter in diesen Breiten durchschnittliche Temperaturen von elf, zwölf Grad haben. Gemessen wurden im Februar und März aber bisweilen 14, – bis zu drei Grad mehr als normal. Meeresbiologen sorgen sich um die heimische maritime Flora und Fauna.
Für diese drastische Zunahme der Temperaturen machen Meteorologen vor allem das El-Niño-Phänomen verantwortlich. Alle zehn bis 15 Jahre würde es die Atmosphäre und das Klima in Europa derart durcheinander wirbeln. „So hohe Temperaturen sind schädlich für die biologischen Rhythmen im ganzen Mittelmeerraum. Und damit steigen dort auch die Risiken instabiler Schichtungen in der Atmosphäre, vor allem, wenn mehrere warme Monate folgen“, sagte Jorge Olcina, Klimaforscher an der Universität Alicante. Der Meteorologe schloss starke Stürme von Mai bis November nicht aus. Man kann von Glück reden, dass Klimaforscher für Herbst das Ende von El Niño vorhersagen und mit La Niña eine globale Abkühlung aufzuziehen scheint.

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