Beerdigungen sind Thema

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M. Klute und A. González (vorn v. l.), N. Schulten, Br. Konrad und E. Klute (hinten v. l.). Foto: S. Gyurasits

Sandra Gyurasits
Mazarrón

Antonio González ist ein gefragter Mann. Beim Kaffeetrinken surrt sein Handy mehrere Male. Es meldet sich die Stadträtin für Soziales im Rathaus von Mazarrón. In einer Whatsapp-Nachricht bittet sie um Hilfe für eine bedürftige Familie und fragt, ob Antonio González die ausstehende Stromrechnung in Höhe von 70 Euro begleichen könne. Im Gegenzug würde die Familie auf ihr monatliches Lebensmittelpaket verzichten. Kurz darauf schickt die Mutter selbst eine Nachricht und beklagt, dass sie die Brötchen für ihre Kinder nicht belegen könne und dringend etwas zu essen brauche.
Doch Antonio González lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er wird den Fall prüfen, bevor Hilfe gewährt oder auch abgelehnt wird. Der Spanier, der lange in Deutschland lebte, engagiert sich seit über 15 Jahren in der deutschen ökumenischen Gemeinde in Mazarrón, ebenso wie Pfarrer Bruder Konrad, Pastor Eberhard Klute, Monika Klute und Nikolaus Schulten. Gemeinsam blicken sie auf das Jahr 2017 zurück und ziehen Bilanz.
„Die Not ist gestiegen“, sagt Antonio González. „Der wirtschaftliche Aufschwung kommt unten nicht an. Im Gegenteil.“ Als Beispiel nennt Monika Klute die gestiegene Selbstbeteiligung für Medikamente oder einen Krankenhausaufenthalt. „Manche können sich die Zuzahlung einfach nicht leisten und müssen sich entscheiden, ob sie Essen oder Medikamente kaufen.“

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