Betrug mit frischem Thunfisch

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Beschlagnahmter Thunfisch. Foto: Guardia Civil

Murcia – sg. Die Guardia Civil hat insgesamt 45 Tonnen gefrorenen Thunfisch in vier Provinzen beschlagnahmt, darunter Murcia und Alicante. Vier Personen im Alter zwischen 49 und 59 Jahren wurden festgenommen. Ihnen wird Betrug vorgeworfen. Sie sollen gefrorenen Thunfisch, der nur für die Verarbeitung als Konserve zugelassen war, als frischen Fisch verkauft und den Preis vervierfacht haben. Der erste Schlag gelang der Umweltbrigade der Guardia Civil Seprona in Alicante. Die Inspektoren zogen zehn Tonnen Großaugen-Thun ein, da die Herkunft des Fisches nicht rückvergolgt werden konnten. Es folgten weitere Beschlagnahmungen, unter anderem von Gelbflosssen-Thun.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Thun aus dem Altlantischen Ozean stammte und mit Booten gefangen wurden, die aussschließlich Konservenfabriken beliefern, weil sie nicht über die gesetzlich vorgeschriebenen Kühlsysteme verfügen. Der Thun muss in Salzlake bei mindestens minus 18 Grad Celsius eingefroren werden, um als Frischfisch verkauft zu werden. Die Boote lieferten einen Teil des Fangs an Konservenunternehmen, der andere Teil war für den Schwarzmarkt bestimmt. Der gefrorene Thun wurde mit Zusatzstoffen behandelt, der das Fleisch so aussehen ließ wie frischer Thunfisch. Das manipulierte Produkt wurde für 14 Euro pro Kilogramm verkauft, obwohl es nur drei Euro pro Kilo wert war.

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