Bewerbung als Weltkulturerbe

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Medina Azahara ist eine der größten Ausgrabungsstätten aus der Epoche des Mittelalters in Europa. Foto: CCN-Archiv

Córdoba – jan. Das spanische Kulturministerium wird sich im nächsten Jahr bei der Unesco, anders als zuvor, nur noch mit einem Monument um die Anerkennung als Weltkulturerbe bewerben. Und die Wahl ist auf die ehemalige Palaststadt Medina Azahara (dt.: die Stadt der Azahara) aus arabischer Epoche gefallen.
Mit dem Bau der weniger als zehn Kilometer westlich von Córdoba gelegenen Zitadelle wurde 936 begonnen. In Auftrag gegeben wurde ihre Errichtung von dem damaligen Kalifen Abd ar-Rahman III., der die Siedlung einer seiner Konkubinen gewidmet hatte. Fertiggestellt wurde die Medina Azahara indes erst unter seinem Nachfolger Al-Hakam II. (961-976). Die Stadt sollte danach auch nicht mehr lange bestehen, da sie im Jahr 1010 während des Bürgerkriegs, der schließlich den Zerfall des Kalifats zur Folge hatte, zerstört und geplündert wurde.
Von der mit qualitativ hochwertigen Materialen erbauten Zitadelle sind daher nur noch Ruinen erhalten. Von diesen sind bislang auch lediglich an die zehn Prozent ausgegraben worden, darunter die Überreste der Hauptmoschee sowie eines prunkvollen Salons des Kalifen für wichtige Empfänge.

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