Das Dorf der Museen

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Alle sind sich einig: Das Mar Menor muss vor maßloser Bebauung geschützt werden. Foto: CCN-Archiv

Im Hinterland Almerías, in knapp 30 Kilometer Entfernung zur Provinzhauptstadt, befindet sich die 500-Seelen-Gemeinde Terque. In den südöstlichen Ausläufern der Sierra Nevada überrascht das Dorf aufgrund seiner Lage am Ufer des Andarax mit einer vegetationsreichen Landschaft, die sich angenehm vom zumeist ockerfarbenen, trockenen Umfeld absetzt.
Die Einwohner von Terque leben aktuell vor allem von der traditionellen Landwirtschaft sowie dem Orangenanbau. In vorangegangenen Jahrhunderten hatten dem Dorf erst der Bergbau und später der Export von Tafeltrauben einen beachtlichen Wohlstand eingebracht. Mit dem Niedergang dieser Wirtschaftszweige verfiel die Gemeinde aber Mitte des letzten Jahrhunderts in eine Dekadenz.
Einige Jahrzehnte später konnte die negative Entwicklung indes wieder umgekehrt werden. Heute strahlt Terque erneut ein attraktives Flair aus, das man nur in wenigen Inlandsgemeinden vorfindet. Ursächlich für die Rückkehr der verlorenen Blüte in das Dorf ist insbesondere die kollektive Pflege der Traditionen und das beispiellose Bemühen zur Bewahrung des historischen Erbes gewesen.

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