Frost killt Obst und Gemüse

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Das Wetter spielt den Bauern in der Region übel mit. Die ungewöhnlich hohen Temperaturen in den vergangenen Wochen und Monaten führten dazu, dass Steinobst, Frühgemüse und Mandeln bereits seit einem Monat in der Blüte stehen.
Der plötzliche Absturz der Temperaturen in der Nacht zum 17. Februar richtete erhebliche Schäden in den Anbaugebieten der Region an. In Cieza wurden am frühen Morgen bis zu minus neun Grad gemessen. So tiefe Temperaturen wurden lange nicht mehr registriert. So sind die Plantagen in Cieza, auf denen hauptsächlich Pfirsiche, Nektarinen und Zitrusfrüchte angebaut werden, auch am schwersten betroffen. Die Bauern schätzen, dass 80 Prozent der Ernte ruiniert sein könnte. Offizielle Zahlen stehen noch aus. 1.000 Erntehelfer stehen ohne Job da.
Anti-Frost-Systeme versagt
Die Anti-Frost-Systeme in Cieza liefen auf Hochtouren, konnten ab 5 Uhr morgens jedoch nichts mehr gegen die eisigen Temperaturen ausrichten. Zum Schutz vor Frost werden Paraffine und Pflanzenreste verbrannt, Berieselungsanlagen und Windgeneratoren eingesetzt. Viele Bauern fuhren bereits in den frühen Morgenstunden auf ihre Felder und sahen ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt.
Auch auf den Mandelbaumplantagen in dem Gebiet Altiplano um Yecla und Jumilla sowie im Nordwesten der Region Murcia entstand erheblicher Schaden. In dem Gebiet Bajo Guadalentín um Alhama de Murcia waren die Salat-, Blumenkohl- und Artischockenfelder betroffen. Bei den Artischocken seien die Blattspitzen erfroren und das Herz der Pflanze beginne abzusterben, berichtete ein Bauer gegenüber der Zeitung „La Verdad“. Auch Salatblätter seien zum großen Teil erfroren.
Der Frost habe so großen Schaden angerichtet, weil er nach einer langen Dürrezeit hereingebrochen sei, erklärte Pedro García, Vertreter des Bauernverbandes Coag in Murcia. Es habe kaum geregnet, die Böden seien trocken, deshalb sei der Frost intensiver und könne das Holz der Obst-, Mandel- und Olivenbäume beschädigen.
Die Landwirtschaftsministerin von Murcia, Adela Martínez-Cachá (PP), besuchte die Pfirsichplantage in Cieza und kündigte Maßnahmen an, damit die Versicherungen die Schäden abdecken.

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