Historische Demo

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55.000 Menschen kamen zur Demo. Foto: Anse

Cartagena – sg. “Das Mar Menor ist kein Müllcontainer“, „Wir wollen kein totes Meer“ oder“ Schlampigkeit, Korruption, Rücktritt“ lauteten einige der Parolen, die gestern, 30. Oktober, auf Plakaten durch die Straßen von Cartagena getragen und gerufen wurden. Laut Nationalpolizei demonstrierten 55.000 Menschen gegen die Verschmutzung des Mar Menor und für eine Rettung der einzigartigen Lagune in Europa. Es ist wohl die größte Demonstration, die die Cartagena mit 213.000 Einwohnern je erlebt hat.

Der schlechte Zustand des Binnemeeres beschäftigt die Anwohner bereits seit Jahren. Ausschlag für den massenhaften Protest war das große Fischsterben, das nach dem Unwetter vom 12. Oktober einsetze und tausende toter Meeresbewohner an die Strände des Mar Menor schwemmte. Die Landesregierung von Murcia ließ drei Tonnen toter Fische wegräumen.

Der Protest richte sich in erster Linie an die Landesregierung, sagte der Sprecher des Verbandes der Nachbarschaftsvereinigungen von Cartagena, Leandro Sánchez, der die Demo organisierte, gegenüber dem Radiosender Ser. 30 Jahre lang hätten die Politiker weggeschaut und das Problem der Verschmutzung des Mar Menor durch die Einleitung von Nitraten ignoriert. Die Leute hätten die Nase voll, sagte Greenpeace-Sprecher Feliciano Sáez der Zeitung „La Verdad“. Es müsse jetzt sofort etwas unternommen werden.

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