Im Notfall 112

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Landesministerin Tomás (stehend M.) zu Besuch in der Notrufzentrale der Region Murcia. Foto: Carm

Murcia – sg. Ein Mann wirft seine Frau zu Boden, entreißt ihr das Handy, um zu prüfen, ob sie eine Affäre mit einem anderen hat. Dabei droht er, sie umzubringen, für seine Tat ins Gefängnis zu gehen und den gemeinsamen Sohn dem Sozialamt zu überlassen. Der Fall hat sich so im Februar 2015 in Murcia ereignet.
Zu dem Schluss kam das Amtsgericht und bestätigte die Entscheidung der Strafkammer, die den Täter zu neun Monaten Haft verurteilt hatte. Der Mann ist einschlägig vorbestraft und darf sich seiner Ex-Frau zwei Jahre lang bis auf 500 Meter nicht nähern.
Ernst der Lage geprüft
Der Fall von häuslicher Gewalt ist einer von vielen. Die Notrufzentrale 112 der Region Murcia hat 2015 über 3.300 Anrufe von Frauen registriert, die von Ehemännern oder Ex-Partnern bedroht oder misshandelt wurden. Die Zahl gab die Landesministerin für Familie, Violante Tomás (Volkspartei, PP), während eines Besuchs der Einrichtung bekannt.

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