Mar Menor Thema in Brüssel

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Die Guardia Civil inspiziert die Einleitungen von verschmutztem Wasser. Foto: Pedro García/Anse

Die Verschmutzung des Mar Menor ist nun auch bis zur Europäischen Union in Brüssel vorgedrungen. Vergangene Woche reisten Vertreter der Bürgerinitiative Pacto por el Mar Menor, der Umweltorganisation Anse und der Oppositionsparteien Podemos und Sozialisten (PSOE) nach Brüssel. Sie legten vor dem Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments die Situation des Binnenmeeres dar und forderten eine Untersuchung des Falles auf europäischer Ebene.

Kritik an Krisenmanagement
Die Sprecherin der Delegation vom Mar Menor, Isabel Rubio, nannte die Kontamination der Lagune ein ökologisches Desaster und machte die Landesregierung von Murcia dafür verantwortlich. Sie warf den Behörden vor, jahrelang nicht auf Empfehlungen von Wissenschaftlern und Umweltschützern reagiert zu haben und eine Vielzahl von Umweltgesetzen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene missachtet zu haben. Die Einhaltung der Vorschriften hätte gereicht, um das Gleichgewicht im Mar Menor zu bewahren.
Rubio prangerte weiterhin den unverhältnismäßigen und planlosen Bau von Infrastrukturen wie Sporthäfen und künstlichen Stränden an. Das Einleiten von nitrathaltigen Abwassern aus einer industrialisierten Landwirtschaft in das Mar Menor hätte das Problem noch verschärft.

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