Massenhaft tote Bienen

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Tausende von toten Bienen häufen sich vor den Eingängen der Bienenstöcke. Fotos: Greenpeace

Vor den Bienenstöcken des Imkers Pedro García aus Mazarrón liegen tausende toter Bienen. Jedes Jahr bietet sich dem Züchter Anfang Februar das gleiche Bild. Es ist die Zeit, in der die Nektarinenbäume auf den benachbarten Feldern zu blühen beginnen, die Bauern gegen mögliche Plagen zu Felde ziehen und die Plantagen mit Pestiziden behandeln. Dass der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln negative Auswirkungen auf Bienen hat, ist einer Studie des Wissenschaftsnetzwerkes der Europäischen Union EASAC aus dem Jahr 2015 zufolge so gut wie bewiesen.
In diesem Jahr sei das Ausmaß des Bienensterbens noch größer, sagt Pedro García, der gemeinsam mit Vertretern der Vereinigung der Imker in der Region Murcia und der Umweltschutzorganisation Greenpeace den Schaden in seiner Imkerei in der Sierra de las Moreras begutachtet. Er schätzt, dass 80 Prozent der Bienenstöcke betroffen sind. „Ich habe an einem Tag durch das massenhafte Sterben 15.000 Euro verloren“, sagt Pedro García in die Kamera von Greenpeace. Hinzu komme noch der Verlust der Honigproduktion. Seine Familie lebe von der Bienenzucht. Die Imkerei sei die einzige Einnahmequelle. „Der Pestizideinsatz ruiniert uns. Wir fordern, dass das aufhört.“
Pedro García ist Imker in zweiter Generation. „Als ich noch ein Kind war, gab es das Problem nicht“, erzählt er. Erst seit ungefähr zehn Jahren sei das Bienensterben im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft immer schlimmer geworden.

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2 KOMMENTARE

  1. Die Bauern, die Pestizide einsetzen, sollten aufgeklärt werden, dass sie zeitlich befristet mehr Einnahmen erzielen, aber langfristig zerstören sie die Nahrungsgrundlagen und am Ende werden sie feststellen, dass man Geld nicht essen kann.

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