SOS für Pilzfelsen

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Die bizarren Felsformationen von Bolnuevo sind beliebte Kulissen für Mode- und Hochzeitsfotos. Foto: Sandra Gyurasits

Sandra Gyurasits – Puerto de Mazarrón. Sie ragen wie überdimensionale Pilze aus dem Boden. Sandstürme, Regen und Wind haben die Felsen von Bolnuevo in Mazarrón in vielen Millionen Jahren zu bizarren Formen geschliffen und geschmirgelt. Heute sind die gelben Sedimentgesteine eine Attraktion. Modefotografen wählen die Pilzfelsen als Kulisse für ihre Models, Bräute kraxeln in ihren weißen Kleidern hinauf, und Mountainbikefahrer liefern sich Rennen in dieser einzigartigen Umgebung. Das alles passiert sehr zum Leidwesen der Nachbarschaftsorganisation Gredas Bolnuevo. Gredas, so werden die Felsformationen genannt, heißt übersetzt Kreide.
Fossilien aus Felsen gehackt
„Eltern lassen ihre Kinder auf die kleinen Felsvorsprünge klettern“, sagt Günther Ohly, der in dem Verein für die ausländischen Residenten in Bolnuevo zuständig ist. „Irgendwann fällt der Fels ab. Ein paar Brocken sind schon heruntergefallen.“ Beliebt sind die Gredas auch bei Jugendlichen, die Sprüche wie „María und José waren hier“ und „ähnlichen Unsinn“ in die Wände ritzen, wie der Deutsche, der seit vielen Jahren in Mazarrón lebt, beobachtet hat. Hobbyarchäologen wiederum hacken versteinerte Schnecken aus den Felsen, die bis zu viele Millionen Jahre alt sein können.

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