Stadtchef ohne Macht und Einsicht

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Echávarri mit nachdenklichem Blick in die Zukunft? Foto: CCN-Archiv

Alicante – mar. Alicantes Bürgermeister, Gabriel Echávarri, ist jetzt offiziell ein Angeklagter. Das Landesverwaltungsgericht wollte den Erklärungen, die der Stadtchef bei einer Anhörung zum Fall Dutzender fraktionierter Rechnungen vorbrachte, keinen entlastenden Charakter zugestehen. Es setzte ein ordentliches Gerichtsverfahren an, die Anklagepunkte lauten auf: Untreue, Korruption und Missbrauch öffentlicher Mittel.
Doch den von seinen Koalitionspartnern bei einer Verfahrensansetzung geforderten Rücktritt lehnt er ab: „Ich werde nicht zurücktreten und garantiere, dass die PP, eine Partei voller Korrupter, während dieser Legislaturperiode nicht regieren wird“, sagte Echávarri, PSOE, am Mittwoch.
Doch diese Wahlperiode könnte für ihn deutlich kürzer werden als geplant. Denn die Koalitionspartner Compromís und Guanyar haben die Koalition aufgekündigt und erhöhen die Zahl der oppositionellen Stadträte nun auf 23. Echávarri will notfalls mit seinen sechs PSOE-Stadträten allein regieren, „auch wenn das sicher schwer wird“, wie er eingesteht, ohne irgendeinen Plan vorzustellen. Um das Funktionieren der Stadt solle man sich nicht sorgen, da „wir hochprofessionelle Fachleute“ im Rathaus hätten. „Ich werde jedenfalls nicht der sein, der die PP an die Macht bringt“.

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