Streit wegen Gambas artet aus

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Gäste wollten Garnelen nicht bezahlen. Foto: CCN-Archiv

Garrucha – sg. Am vergangenen Samstag, 6. August, ist es in dem Restaurant La Barca in Garrucha zu einem handfesten Streit zwischen den Besitzern des Lokales und Gästen gekommen. Zwölf Männer und Frauen sollen Medienberichten zufolge verwickelt gewesen sein.

Dem Eigentümer wurde mit einem abgebrochenen Glas ein Wunde am Kopf zugefügt, die behandelt werden musste. Schaulustige blieben auf der Straße stehen, schauten sich das Spektakel an und blockierten den Verkehr, bis die Guardia Civil die Situation unter Kontrolle brachte.

Auslöser der Auseinandersetzung soll die Rechnung für eine Portion roter Riesengarnelen gewesen sein, eine Spezialität, für die Garrucha bekannt ist. Auf der Speisekarte ist meist der Marktpreis angegeben. Die Gäste, eine achtköpfige Familie aus Madrid, sollten 20 Euro für das Gericht bezahlen. Insgesamt betrug die Rechnung rund 70 Euro. Doch sie weigerten sich mit dem Argument, die Garnelen seien das Geld nicht wert gewesen. Der Streit eskalierte.

Beide Parteien zeigten sich inzwischen gegenseitig an. Nach Angaben des Restaurantbesitzers entstand dem Lokal ein Sachschaden von rund 8.000 Euro. Ihm zufolge sollen sich die Gäste aus Madrid von Anfang an nicht angemessen benommen haben und auf Streit aus gewesen sein. Die sozialistische Bürgermeisterin von Garrucha, María López, bedauerte den Vorfall. In ihrer 20-jährigen Laufbahn als Politikerin habe sie so etwas noch nie erlebt. Sie wies darauf hin, dass der Preis für die roten Riesengarnelen variiere. So wurden am 9. August in der Fischhalle von Garrucha die gambas rojas für 67 Euro pro Kilogramm versteigert.

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