Untersuchungen im Erdbebengebiet

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Bergspezialisten bereiten sich auf Abstieg vor. Foto: Rathaus

Alhama de Murcia – sg. Geologen und Feuerwehrmänner der Bergrettung aus Madrid (Gera) sind am Montag, 14. März, nach Alhama de Murcia gekommen, um eine Bruchstelle in den Felsen zu untersuchen. Der Sprung in dem Gestein verursachte das Erdbeben von Lorca am 11. Mai 2011. Damals kamen neun Menschen ums Leben, darunter ein 14-jähriger Junge, über 300 wurden verletzt. Das Beben der Stärke 5,1 auf der Richterskala beschädigte 80 Prozent der Gebäude.

Die Geologen und Feuerwehrleute hatten bereits im September 2015 Sensoren in der 80 Meter tiefen  Schlucht „Vapor“ über der Bruchlinie installiert. Nun werden die Geräte ausgetauscht und die Daten ausgewertet. Die Sensoren registrierten in den sechs Monaten Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die Entwicklung von Gasen, vor allem von Kohlendioxid, an verschieden tiefen stellen.

Die Meßdaten sollen Aufschluss über die unterirdischen Bedingungen geben und darüber, ob sie in Zusammenhang mit den Erderschütterungen stehen. Die Geologen stellten neben den Sensoren auch mehrere tragbare Seismographen in dem Gebiet auf, die bereits die kleinsten Erdbewegungen aufnehmen. Die Messungen werden im Rahmen des staatlichen Programmes Sismosima noch bis 2017 durchgeführt.

Der Abstieg in den Schlund „Vapor“ sei extrem schwierig, sagte der Projektleiter und Wissenschaftler des nationalen Instituts für Geologie und Bergbau, Raúl Pérez López. „Vapor“ gilt als einer der heißesten Schluchten der Welt. In den Erdlöchern herrschten Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit könne bis zu 100 Prozent erreichen. Der Sauerstoffgehalt sei niedrig, die Kohlendioxidkonzentration dagegen hoch, so dass Erstickungsgefahr bestehe, sagte Pérez López.

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