Verehrt und verabscheut

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Befürworter sprechen von erhaltenswerter Tradition, Gegner von grausamer Tierquälerei. Foto: CCN-Archiv

Einerseits verabscheut und verboten, andererseits verehrt und verteidigt: Auf den Kanaren ist der Stierkampf bereits seit 1991 verboten. Katalonien zog 2012 nach, daran änderte auch ein richterliches Veto nichts. Die Balearen verabschiedeten kürzlich ein Gesetz, dass das Töten und Verletzen von Stieren untersagt. Die Region Murcia steht dagegen fest auf der Gegenseite und verfechtet vehement die aus ihrer Sicht kulturelle Identität Spaniens.
Die Landesregierung kündigte Ende Juli an, noch in diesem Jahr eine Arbeitsgruppe für den Stierkampf in der Region Murcia zu gründen. Landesminister Pedro Rivera, der zweite Mann hinter Regierungschef Fernando López Miras (beide Volkspartei, PP) bezeichnete Murcia als Vorzeigebeispiel für den Schutz und die Förderung des Stierkampfes und der Feste, an denen Stiere beteiligt sind. Er hob hervor, dass Murcia die erste autonome Region Spaniens ist, die den Stierkampf zum Gut von kulturellem Interesse erklärte. Das bedeutet unter anderem, dass Stierkampfvereinigungen mit öffentlichen Geldern unterstützt werden.

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