Vom Paradies zur braunen Brühe

0
283
Eine Besucherin der Fitur probiert den Surfsimulator für das Mar Menor aus. Foto: Carm

Cartagena – sg. Die Landesregierung von Murcia legt sich auf der Internationalen Tourismusmesse Fitur in Madrid mächtig für das Mar Menor ins Zeug. Die Lagune wird unter anderem als Surfparadies präsentiert. Dazu wurde ein Simulator mit Surfbrettern aufgebaut, auf dem die Besucher virtuell über das Binnenmeer gleiten können. Währenddessen streiten sich zu Hause in Murcia Politiker und Landwirte darum, wie das verschmutze Mar Menor noch zu retten ist.
Es geht um ein Paket von Notfallmaßnahmen zum Schutz des Mar Menor, das die regierende konservative Volkspartei (PP) kürzlich vorgelegt hat. Doch die drei Oppositionsparteien Sozialisten (PSOE), Ciudadanos (C’s) und Podemos, die über eine Mehrheit in der Regionalversammlung verfügen, forderten weitaus strengere Regeln.

Einschränkungen für Landwirte
So sollen zum Beispiel fünf Prozent jeder Ackerfläche in Campo de Cartagena am Mar Menor mit natürlichen Barrieren ausgestattet werden, die die mit Dünger und Salzlake verunreinigten Abwässer auffangen und in einem ersten Schritt reinigen, bevor sie ins Binnenmeer gelangen. Barrieren könnten sogenannte grüne Filter sein. Das sind etwa künstliche Teiche mit Pflanzen, die Schadstoffe aufnehmen, oder Pflanzenhecken, die die Abwässer aufhalten.

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here