Weiterer Schlag gegen Puerto Mayor

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Blick auf die halbfertige Anlage Puerto Mayor. Foto: Greenpeace/Pedro Armestre

Dem Projekt des Baus des Jachthafens Puerto Mayor in la Manga am Mar Menor droht das endgültige Aus. Der juristische Rat der Region Murcia hat sich am 30. Januar einstimmig dafür ausgesprochen, die Baugenehmigung für nichtig zu erklären und der Landesregierung von Murcia den Weg zu ebnen, die zur Hälfte fertig gebaute Anlage abmontieren zu lassen.
Zur Begründung hieß es, dass kein Gutachten der Küstenschutzbehörde vorgelegen hätte, so wie es vorgeschrieben sei. Der Streit um das Vorhaben dauert bereits seit 42 Jahren. Die erste Baulizenz für den Jachthafen wurde schon im Jahr 1975 während des Franco-Regimes vergeben. Damals scherte sich niemand um Küsten- und Umweltschutz. Auf La Manga sollte einer der größten Sporthäfen Spaniens entstehen mit 900 Liegeplätzen, 2.000 Ferienwohnungen, einem Golfplatz und ursprünglich sogar einem Flugplatz auf. Das Megaprojekt wurde an den 2013 verstorbenen Bauunternehmer Tomás Maestre vergeben.
Doch die Bauarbeiten begannen erst viele Jahre später. 1988 genehmigte die sozialistisch geführte Landesregierung eine Verlängerung der Baulizenz und Änderungen im Bauplan. Ein Beschluss, der das Projekt am Leben erhielt und aus heutiger Sicht des juristischen Rats illegal war. Die Bauarbeiten begannen schließlich im Oktober 2003 unter dem Mandat des konservativen Landeschefs Ramón Luis Valcárcel.

 

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