„Wir wussten, es passiert“

0
901
Luc Jakobs:„Jeder kann zu einer besseren Welt beitragen.“ Fotos: privat

Sandra Gyurasits
Almería

Als Luc Jacobs am Morgen des 22. März die Webseite des belgischen Fernsehens öffnete, konnte er nicht glauben, was er las. Er schaltete das Internetradio ein und realisierte langsam, was in seiner Heimat geschehen war. Bei Terroranschlägen auf dem Flughafen und in einer U-Bahnstation in Brüssel waren 32 Menschen ums Leben gekommen und hunderte verletzt worden. Der so genannte Islamische Staat wird für die Bombenexplosionen verantwortlich gemacht.
Die Anschläge beherrschen inzwischen nicht mehr die großen Schlagzeilen der Zeitungen und scheinen von Spanien aus betrachtet weit weg, allerdings nur was die Kilometer betrifft. Drei Belgier berichten der CCN, wie sie von den Anschlägen erfuhren, wie sie damit umgehen und was sie nach Spanien in die Provinz von Almería zieht.
Trauer statt Hass
„Ich habe mich sofort bei Familienangehörigen und Freunden gemeldet, die auf dem Flughafen in Brüssel arbeiten“, erzählt Luc Jacobs, der vor zwei Jahren von Belgien in das Bergdorf Lubrín zog. „Zum Glück sind sie wohlauf.“ Er sei weder wütend noch hasserfüllt, eher betroffen und traurig über die Toten und Verletzten. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden. „Ich respektiere jeden Glauben, aber blinde Gewalt und das Töten unschuldiger Menschen darf keinen Platz in einer zivilisierten Gesellschaft haben.“

Mehr in der Printausgabe

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.