Touristen sitzen unter Sonnenschirmen in Cafés in der Altstadt von Cartagena.
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Lockerung der Corona-Restriktionen: Cafés und Restaurants in der Region Murcia dürfen wieder drinnen und draußen servieren.

Leichte Lockerungen

Coronavirus an Costa Cálida: Keine Hoffnung für Ostern

  • Sandra Gyurasits
    vonSandra Gyurasits
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Zwar ebbt die dritte Corona-Welle in der Region Murcia ab und Cafés und Restaurants öffnen wieder, dennoch geht die Angst vor einer vierten Welle um.

Murcia – Die dritte Coronavirus-Welle in der Region Murcia scheint abzuebben, so wie in ganz Spanien. Die Infektionszahlen sinken, die Einweisungen in die Krankenhäuser gehen zurück und die positiven Ergebnisse bei den PCR-Tests fallen auf unter den von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Wert von fünf Prozent. Zeit, die Anti-Covid-19-Maßnahmen zu lockern, beschloss die Landesregierung von Murcia. Seit Mittwoch, 3. März, dürfen die Bars und Restaurants in 37 der insgesamt 45 Gemeinden wieder die Innenräume öffnen – allerdings mit Einschränkungen. Damit hebt sich die Costa Cálida von der Nachbarküste Costa Blanca ab, wo die Lockerung der Corona-Auflagen nur die Terrassen der Lokale betrifft.

Region Murcia
Fläche11.313 km²
Bevölkerung1,488 Millionen (2019)
Interessante AusflugszieleMar Menor, Römisches Theater Cartagena
HausptstädteMurcia, Cartagena

Die Speisesäle der Restaurants dürfen an der Costa Cálida nur zu 30 Prozent belegt werden. An einem Tisch dürfen nur zwei Personen aus verschiedenen Haushalten sitzen. Die Bartresen bleiben geschlossen. Für Terrassen gibt es keine Beschränkungen mehr bei der Belegung. An einem Tisch dürfen jedoch nur maximal vier Gäste zusammenkommen, die nicht unter einem Dach wohnen. Bei Familien können es mehr sein. Die Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr bleibt bestehen, genauso wie die Abriegelung der Region Murcia.

Coronavirus an Costa Cálida: Schwarzer Februar mit den meisten Covid-19-Toten seit Beginn der Pandemie

Die Corona-Lockerungen an der Costa Cálida gelten unter anderem für Águilas, Mazarrón, sowie die Gemeinden am Mar Menor Cartagena, San Javier, Los Alcázares, San Pedro del Pinatar, La Unión und Murcia und Lorca. Dagegen sind die Infektionszahlen in Puerto Lumbreras oder Torre Pacheco noch zu hoch. Nach Angaben der Landesregierung von Murcia werde die Inzidenz von Woche zu Woche überprüft. Beim Stand vom 3. März wurden innerhalb von 24 Stunden nur 88 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 202 Patienten wurden in den Krankenhäusern behandelt, 71 auf den Intensivstationen. Fünf Patienten im Alter von 64 bis 89 Jahren starben an Covid-19. Damit steigt die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie auf 1.503.

Im Vergleich zu Februar erlaubt die derzeitige Situation ein Aufatmen, auch wenn die Zahlen noch hoch sind. Der Februar gilt als schwarzer Monat an der Costa Cálida und in der ganzen Region Murcia: 389 Patienten starben wegen Corona, 42 mehr als im Januar. 1.081 Infizierte mussten in den Krankenhäusern gepflegt werden, 173 auf Intensivstationen.

Coronavirus an Costa Cálida: Mit vierter Welle nach Ostern gerechnet – Keine normalen Ferien

In diesem Jahr wegen Corona verboten: Osterprozessionen durch die Innenstadt von Cartagena 2018.

Auch wenn sich das Blatt nun zum Guten zu wenden scheint, ist Vorsicht geboten. Murcias Landesministerpräsident Fernando López Miras (PP) ist sich sicher, dass es eine wuchtige vierte Coronavirus-Welle nach den Osterferien in Spanien geben wird. Sorge bereite vor allem die hochansteckende britische Mutation des Virus. Zwar seien bisher erst 168 Infektionsfälle in der Region Murcia bestätigt worden, hieß es. Dennoch gebe es keinen Grund zur Entspannung. Ziel sei es, die vierte Welle so weit wie möglich hinauszuzögern, um Zeit für Impfungen zu gewinnen.

Deshalb nahm López Miras den Bürgern auch die Vorfreude auf die Osterwoche und mögliche Urlaubspläne. Es werde in Murcia keine normale Semana Santa geben, sondern weiterhin Restriktionen. Auch eine Öffnung der Region für Besucher sei nicht geplant. Zu groß ist die Befürchtung, es könnte an der Costa Cálida wie nach dem Sommer und nach Weihnachten wieder zu einem unkontrollierten Anstieg der Infektionszahlen kommen mit all seinen dramatischen Folgen.

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