Leute schlendern durch die weihnachtlich geschmückte Innenstadt von Cartagena.
+
Coronavirus an der Costa Cálida: Treffen zu Weihnachten sind erlaubt, aber nur mit Familienangehörigen.

Corona-Weihnachten an Costa Cálida

Coronavirus an Costa Cálida: Stabile Kurve, aber mit leichtem Anstieg - Updates

  • vonSandra Gyurasits
    schließen

Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind in der Region Murcia wieder leicht gestiegen. Die Landesregierung kündigt eine Verschärfung der Anti-Covid-Maßnahmen an, aber nicht so drastisch wie an der Costa Blanca.

  • Die Neuansteckungen mit dem Coronavirus in der Region Murcia steigen leicht.
  • Die Landesregierung von Murcia, die gerade erst die Beschränkungen zu Weihnachten gelockert hat, kündigt wieder eine Verschärfung an.
  • Inzwischen starben insgesamt 700 Menschen wegen Covid-19 in der Region Murcia.

Update, 19. Dezember: Die Coronavirus-Kurve in der Region Murcia ist seit einer Woche stabil, aber mit leichter Tendenz nach oben. Beim Stand vom 19. Dezember wurden 197 Neuinfektionen gemeldet, mehr als den Tagen zuvor. Sechs Covid-19-Patienten im Alter von 79 bis 92 Jahren starben. Damit steigt die Zahl der Todesofer seit Beginn der Pandemie auf 700.

Leichte Zunahmen wurden bei den Krankenhauseinweisungen, der Infektionsrate und den positiven Tests registriert. Derzeit werden 231 Patienten in den Kliniken der Region behandelt, 63 auf den Intensivstationen. Die positiven Ergebnisse bei den Tests stiegen auf 6,7 Prozent, empfohlen ist ein Wert von fünf Prozent, die Inzidenz nahm von 151 auf 155 Fälle pro 100.000 Einwohner in 14 Tagen zu.

Obwohl die Region Murcia im Vergleich mit anderen autonomen Regionen in Spanien wie Mallorca oder Valencia, in denen die Infektionszahlen in die Höhe schießen, relativ gut da steht, hat die Landesregierung Verschärfungen der Anti-Covid-Maßnahmen angekündigt, die sie am Montag, 21. Dezember bekannt geben will. Die neuen Restriktionen würden aber weniger drastisch ausfallen als die im Land Valencia, das unter anderem seine Grenzen wieder geschlossen hat, wie der Sprecher des murcianischen Landesgesundheitsministeriums Jaime Pérez versicherte.

Coronavirus Sars-CoV-2
Einstufung durch die WHOPandemie (11. März 2020)
potenzielle ErkrankungCovid-19 (Atemwegserkrankung)
ÜbertragungswegeTröpfcheninfektion oder Aerosole
möglicher ÜbertragungswegSchmierinfektion
ErstentdeckungProvinz Wuhan (China), 2019

Aktuelle Daten und Entwicklungen zum Coronavirus in ganz Spanien.

Aktuelle Daten zum Coronavirus in Andalusien.

Aktuelle Daten zum Coronavirus an der Costa Blanca.

Coronavirus an der Costa Cálida: Lockerung der Restriktionen, was zu Weihnachten erlaubt ist

Murcia - Die Corona-Zahlen in der Region Murcia sind nach den Feiertagen vom 6. und 8. Dezember wieder leicht gestiegen. Beim Stand vom 10. Dezember wurden 208 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages registriert, am Tag zuvor waren es nur 58. Dennoch ist die Entwicklung als positiv zu bezeichnen. Zum Vergleich: In der zweiten November-Hälfte wurden bis zu 1.000 Menschen pro Tag positiv getestet.

Derzeit werden 267 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern behandelt. 67 Patienten werden auf den Intensivstationen versorgt, so wenig wie seit Mitte Oktober nicht mehr. Drei Menschen starben wegen Covid-19. Seit Ausbruch der Pandemie wurden insgesamt 642 Todesopfer gezählt.

Die Landesregegierung bedankt sich mit einem Video beim medizinischen Personal.

Coronavirus an der Costa Cálida: Gemeinden öffnen sich, bis auf Los Alcázares und Torre Pacheco

Angesichts der Corona-Kurve hat die Landesregierung von Murcia die Restriktionen zur Bekämpfung gelockert. Am 9. Dezember wurde die Abriegelung fast aller Gemeinden aufgehoben mit Ausnahme von Los Alcázares und Torre Pacheco. Dort liegen die Infektionsraten weit über dem angestrebten Wert von unter 500 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen.

Der Bürgermeister von Los Alcázares, Mario Pérez (PSOE), wies auf die besondere Lage seiner Gemeinde und Torre Pacheco hin, die als Schlafstädte für hunderte von Erntehelfern dienten. Die Arbeiter würden jeden Tag auf verschiedenen Feldern in unterschiedlichen Gemeinden arbeiten und damit gefährdeter sein, sich zu infizieren.

Entspannung an der Costa Cálida: Bars und Restaurants dürfen wieder in Innenräumen servieren

Bars und Restaurants dürfen seit dem 9. Dezember wieder in Innenräumen servieren. Je nach Infektionsrate dürfen die Speisesäle bei einem Wert zwischen 250 und 500 Fällen bis zu 30 Prozent belegt werden, wie zum Beispiel in San Javier und San Pedro del Pinatar. Bei 75 bis 250 Fällen ist eine Belegung von 50 Prozent erlaubt, was in Águilas, Mazarrón, Cartagena, Murcia und Lorca der Fall ist.

Murcias Gesundheitsministerium sieht sich in seinem Handeln trotz massiver Proteste der Gastronomiebranche bestätigt. Nur durch die strengen Beschränkungen wie die Ausgangssperre und Schließung der Bars und Hotels sei es möglich gewesen, die Infektionsrate innerhalb von nur drei Wochen um 75 Prozent zu senken, sagte Landesgesundheitsminister Manuel Villegas (PP). Er erinnerte daran, dass die Intensivstationen während der zweiten Corona-Welle auf einen Kollaps zusteuerten.

Coronavirus an der Costa Cálida: Ausnahmen an Weihnachten, Ausgangssperre gilt erst ab 1.30 Uhr

Landesministerpräsident Fernando López Miras erklärt die Lockerungen:

Die Abriegelung der Region Murcia und die nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr bleiben bis zum 6. Januar bestehen, genauso wie die Beschränkung, dass sich nur maximal sechs Personen treffen dürfen. Zu Weihnachten werden allerdings Ausnahmen gemacht. Am 24., 25. und 31. Dezember sowie 1. und 6. Januar dürfen sich bis zu zehn Familienmitglieder versammeln.

Die Ausgangssperre wird an diesen Tagen auf 1.30 bis 6 Uhr verkürzt. Auch die Abriegelung der Region Murcia wird vom 23. Dezember bis zum 6. Januar gelockert, aber nur für Familienangehörige. Zwar erlaubt die Zentralregierung auch den Besuch von „allegados“, was übersetzt Verwandte und Freunde bedeuten kann. Den Landeschefs von Murcia und Andalusien, Fernando López Miras und Juan Manuel Moreno (beide PP), ist der Begriff jedoch zu schwammig. Sie fordern von der Zentralregierung, den Begriff „allegados“ zu streichen und dass Regionen selbst entscheiden dürfen, um gegebenenfalls nur enge Familienangehörige zuzulassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare