Gelbes Gold in Corona-Zeiten

Coronavirus verhilft der Zitrone aus Murcia zum Höhenflug

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Zitronen sind sehr gefragt in der Coronavirus-Krise.
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Coronavirus-Krise und Ausgangssperre haben die Nachfrage nach Zitronen in die Höhe schießen lassen vermutlich wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts. Die Produzenten reiben sich die Hände.

  • Die Nachfrage ist besonders hoch vom 15.März bis 15. April.
  • Das Kilogramm bringt auf dem Gipfel 90 Cent bei Produktionskosten von 21 Cent.
  • Doch die Zitronen-Party nähert sich dem Ende.

Murcia - Die Coronavirus-Krise hat den Zitronenproduzenten aus der Region Murcia zu außergewöhnlichen Gewinnen verholfen. Die Gewinnspannen lagen in den vergangenen durch die Covid-19-Krise beherrschten Monaten bei 328 bis 247 Prozent, wie die Zeitung "La Verdad" berichtet. Die Bauern gehen jedoch davon aus, dass der Höhenflug nicht mehr lange andauert. Ende Mai rechnen sie mit einem massiven Import von Zitronen aus Südafrika und Südamerika, rechnen aber damit, dass die Rentabilität der heimischen Zitrone hoch bleiben wird.

Wegen der Coronavirus-Krise und der deshalb am 14. März verhängten Ausgangssperre sei die Nachfrage in der Zeit vom 15. März bis 15. April in die Höhe geschossen, erklärte der Direktor der Vereinigung der Zitronen- und Pampelmusenanbauern in der Region Murcia, Ailimpo, José Antonio García.

Coronavirus-Krise: Hoher Vitamin-C-Gehalt hat den Ruf vorzubeugen

Der Grund für die verstärkte Nachfrage sieht er in dem hohen Vitamin-C-Gehalt von Zitronen, der den Ruf hat, zumindest Erkältungen vorzubeugen und zu bekämpfen - was wissenschaftlich jedoch nicht belegt ist. Die hohe Nachfrage blieb natürlich auch der Konkurrenz nicht verborgen. Bauern aus Uruguay und Südafrika hätten ihre Ernten vorgezogen, sagte García und werden ihre Zitronen auf den europäischen Markt bringen und der murcianischen Frucht Konkurrenz machen.

Zitrone bringt in Coronavirus-Zeiten gute Gewinne

Nach dem Sturm käme die Ruhe, beschrieb García die Lage der Zitronenbauern. Die Kosten für die Produktion eines Kilogramms Zitronen liegen laut Forschungsintitut für Landwirtschaft und Lebensmittelin Murcia, Imida, bei 21 Cent. Mitte April brachte ein Kilo 90 Cent ein, was der "La Verdad" zufolge einer Gewinnmarge von 328 Prozent entspricht. Zwar hat sich der Zitronensturm bereits gelegt, aber das Kilo wird noch für 73 Cent verkauft mit einer Marge von 247 Prozent.

Dennoch müssen sich die Hersteller in der Region Murcia auf ein Ende der "verrückten Party", wie José Antonio García den Höhenflug der Zitrone Verna, so der Name der murcianischen Frucht, nennt.

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