Fernando Hierro mit dem Funktion-Shirt Ekatom.
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Ex-Fußballer Fernando Hierro präsentiert das T-Shirt gegen Corona.

Dem Virus auf der Spur

Kampf gegen Coronavirus: Wie ein T-Shirt Covid-19 Patienten in Almería helfen kann

  • vonSandra Gyurasits
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Ein Ärzte-Team im Krankenhaus von Almería nimmt ein intelligentes Hemd mit Nanopartikeln aus Keramik unter die Lupe und testet es an Covid-19-Patienten. Die ersten Ergenbisse sollen vielversprechend sein. 

  • Ärzte am Universitätskrankenhaus von Almería testen ein intelligentes T-Shirt, das die Symptome von Covid-19 lindern und die Genesung der Patienten beschleunigen soll.
  • Die Funktion des Anti-Coronavirus-T-Shirts: Nanopartikel im Stoff nehmen Körperwärme auf und geben sie als Infrarotstrahlung ab.
  • Das schlaue T-Shirt wurde entwickelt, um die Regeneration von Sportlern zu unterstützen. Entwickelt wurde das Hemd von einer Firma des Ex-Fußballprofis Fernando Hierro.

Almería/Murcia - Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind dem Coronavirus seit Monaten auf der Spur. Doch noch immer ist Sars-CoV-2 ein Virus mit vielen Unbekannten. Welche Rolle spielt das Alter bei der Ansteckung, warum erkranken manche Patienten schwer an Covid-19 und andere nur leicht oder gar nicht, lässt sich der Krankheitsverlauf vorhersagen und wie kann Covid-19-Patienten bei der Genesung geholfen werden? In der Region Murcia und der Provinz Almería werden derzeit eine Reihe von Studien durchgeführt.

CoronavirusSars-CoV-2
Einstufung durch die WHO Pandemie (11. März 2020)
potenzielle Erkrankung Covid-19 (Atemwegserkrankung)
ÜbertragungswegeTröpfcheninfektion oder Aerosole
möglicher Übertragunsweg Schmierinfektion
ErstentdeckungProvinz Wuhan (China), 2019

An der Universitäten von Murcia versuchen Wissenschaftler mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz den Krankheitsverlauf vorherzusagen und die Genetik des Virus offenzulegen. In dem Universitätskrankenhaus Torrecárdenas in Almería (HUT) wird eine ungewöhnliche Studie zur Bekämpfung des Coronavirus durchgeführt. Ein T-Shirt soll Covid-19-Patienten helfen, Symptome zu lindern und schneller gesund zu werden. Die ersten Ergebnisse sollen den Medizinern zufolge vielversprechend sein.

Kampf gegen das Coronavirus: Nanopartikel im Stoff des T-Shirts geben Infrarotstrahlung ab

Das Besondere an dem T-Shirt: Seine Fasern enthalten Nanopartikel aus Keramik, die die Wärmeenergie des eigenen Körpers aufnehmen und als langwellige Infrarotstrahlung an den T-Shirt-Träger wieder abgeben. Welche Wirkung die Strahlen haben, prüfen die Ärzte in Torrecárdenas bei zwei Gruppen von Covid-19-Patienten, die beide medikamentös behandelt werden. Ein Teil der Patienten trägt das Nanopartikel-Hemd, der andere nicht. Die Studie wird an 88 Personen durchgeführt.

Man könne jetzt schon feststellen, dass es den Patienten mit dem T-Shirt besser gehe als denen ohne Hemd, sagte José Antonio Morales, Pharmazeut in Torrecárdenas und Mitglied des Ärtze-Teams, das unter der Leitung von Antonio Huete die Wirkung der Nanopartikel-Hemden untersucht. An dem Stoff seien keine Coronaviren festgestellt worden.

Kampf gegen das Coronavirus: Infrarotstrahlen haben virentötende und entzündungshemmende Wirkung 

Die Infrarotstrahlen könnten bis zu vier Zentimeter unter die Haut gelangen, erklärte Huete. Studien hätten bereits gezeigt, dass die Strahlen Viren abtöten, die ähnlich aufgebaut sind wie Sars-CoV-2, obendrein entzündungshemmend wirken und den Wiederaufbau von Zellen stimulieren.

Das Ärzte-Team hat mit Infrarotstrahlung bereits gute Erfahrungen gemacht und einen positiven Effekt bei Rücken- und Gliederschmerzen nachgewiesen sowie bei anderen entzündlichen Erkrankungen. Zudem helfe Infrarotstrahlung bei der Heilung von Narben und bei der Erholung nach sportlicher Anstrengung. Das war auch der ursprüngliche Grund, T-Shirts mit Nanopartikeln aus Keramik zu entwickeln.

Kampf gegen das Coronavirus: T-Shirt wurde ursprünglich für Sportler entwickelt von einer Firma des Ex-Fußballers Fernando Hierro

Die T-Shirts, die die Covid-19-Patienten in Almería tragen, sind eine Spende des Sportartikelherstellers Bionox-Group. Hier sei auch erwähnt, dass der Leiter der Studie am Krankenhaus in Almería Antonio Huete auch an Bionox beteiligt ist. Gründer des Unternehmens ist Fernando Hierro, Ex-Profi-Fußballer von Real Madrid und der spanischen Nationalmannschaft, die er später auch trainierte. Hierro, der aus Vélez-Málaga kommt, trägt das T-Shirt mit dem Markennamen Ekatom selbst, beim Reisen, beim Schlafen, beim Sport, wie er in einem Beitrag des Fernsehsenders Antena 3 berichtete. Seitdem fühle er sich frischer, nicht mehr so müde.

Das schlichte Ekatom-Shirt sei entwickelt worden, um die physische Regeneration nach dem Sport zu beschleunigen, nicht nach modischen Gesichtspunkten, betonte Fernando Hierro. Die schlauen Shirts sind nicht ganz billig. Ein langärmliges Hemd kostet im Online-Shop von Bionox-Group 89,50 Euro. Dafür ist ein Nasen-Mund-Schutz schon für 24,95 Euro zu haben.

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