Landesgesundheitsminister von Murcia Manuel Villegas im Gesprüch mit einem Vertreter des Militärs.
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Landesgesundheitsminister Villegas (l.) hat das spanische Militär um Unterstützung gebeten.

Entwicklung Coronavirus-Pandemie

Coronavirus in Murcia: Neuer Ausbruch in Lorca -Stadt bleibt in Phase 1

  • vonSandra Gyurasits
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Das Coronavirus schlägt in der Region Murcia zu. Mit 657 Neuinfektionen an einem Tag ist ein neuer Höchstwert aufgestellt worden. Das Landesgesundheitsministerium schickt die Städte Lorca,Jumilla und Totana zurück in Phase 1.

  • Mit 675 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag hat die Region Murcia einen neuen Rekord aufgestellt.
  • Wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen bleibt Lorca in Phase 1. Totana wir ein zweites Mal in die Phase 1 geschickt.
  • Lorca verzeichnet einen neuen Corona-Asubruch mit 53 Neuinfizierten in einem Krankenhaus.

Update, 13. Oktober: Nach leicht sinkenden Zahlen in der Vorwoche hat sich die durch das Coronavirus bedingte Situation in der Region Murcia wieder verschlechtert. Das Gesundheitsministerium meldete Anfang der Woche, es seien 382 neue Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Zwei Personen seien an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben. Es handele sich um eine 82-jährige und eine 86-jährige Frau, beides Einwohnerinnen der Provinzhauptstadt Murcia. Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt 237 Personen in der Region Murcia an Covid-19 gestorben.

Die Verschlechterung der Situation ist laut dem Gesundheitsministerium in erster Linie den rasant ansteigenden Covid-19-Fällen in Lorca und Totana geschuldet, . So seien seit der letzten Erfassung der vergangenen Woche in den vergleichsweise kleinen Orten Lorca 60 und in Totana 55 Neuinfizierte in die Statistik eingegangen. Weitere neue positiv getestete Patienten sind aus Murcia (90), Cartagena (44), Molina de Sugar (13), Cieza (10), Santomera (10), Alcantarilla und Águilas (jeweils neun), Abanilla, Alhama und Beniel (jeweils acht), Abarán, Archena, Fortuna, Fuente Álamo (jeweils sieben) und Torre Pacheco (6). Zu den übrigen 23 Corona-Neuinfizierten machte das Ministerium keine genaueren Angaben.

Angestiegen ist auch die Zahl der in Murcias Krankenhäuser eingelieferten Personen. Derzeit werden 357 Personen stationär behandelt, vier mehr als die Woche zuvor.

CoronavirusSars-CoV-2
Einstufung durch die WHO Pandemie (11. März 2020)
potenzielle ErkrankungCovid-19 (Atemwegserkrankung)
ÜbertragungswegeTröpfcheninfektion oder Aerosole
möglicher Übertragunsweg Schmierinfektion
Erstentdeckung Provinz Wuhan (China), 2019

Update 6. Oktober: Eine leichte Entspannung gibt es bei den Coronavirus-Zahlen in der Region Murcia. So lag die Zahl der Erkrankten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen bei 141,51, in der Vorwoche waren es noch 165,67. 152 Menschen sind in den letzten sieben Tagen ins Krankenhaus eingeliefert worden (Vorwoche: 174), auf die Intensivstation kamen 22 neue Patienten (28). Todesfälle gab es zwei.

Doch in bestimmten Ortschaften bleibt die Situation trotz leichter bis spürbarer Besserung angespannt. Beispiel Totana: Hier wurden nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums vom 6. Oktober in den zurückliegenden sieben Tagen 275 neue Fälle gezählt, mit 859,2 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt der Ort damit proportional ganz vorne. Gefolgt von Fortuna (62 neue Fälle, 613,3 pro 100.000), Lorca (438 neue Fälle, 464) und Jumilla (96 neue Fälle, 375).

Die Folge: Totana und Lorcas Stadtzentrum bleiben für eine weitere Woche in der Phase 1 des Coronavirus-Deeskalationsplans. In Lorca hatte sich die Situation zwar zunächst entspannt, allerdings gab es hier am Wochenende einen Ausbruch im Hospital Virgen del Alcázar mit 63 Betroffenen, weshalb man die weitere Entwicklung abwarten will. Im Fall von Jumilla, wo sich die Situation erheblich verbessert hat, soll am Donnerstag über das weitere Verfahren entschieden werden.

Um eine weitere Woche wurden auch Einschränkungen in Alhama de Murcia, Ceutí, Fortuna (neu) sowie in Murcias Stadtteilen Carmen, Barriomar-La Purisima, Buenos Aires und San Andrés (neu) verlängert. In Lorqui, Mula und Yecla wurden sie aufgehoben.

Update, 4. Oktober: Die Lage in Lorca bleibt angespannt. Dass die Stadt die Phase 1 des Deeskalationsplans zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise nach 21 Tagen wieder verlassen kann, ist erstmal in die Ferne gerückt. Grund: In dem privaten Krankenhaus Virgen del Alcázar ist das Virus mit 53 Neuinfizierten ausgebrochen, darunter 38 Patienten und 15 Sanitäter. Bürgermeistermeister Diego José Mateos (PSOE) sprach von einer besorgniserregenden Situation. Lorca weist einen Wert von 822 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten 14 Tagen auf. Das Limit liegt bei 50. Ab diesem Wert können Restriktionen ergriffen werden.

In den letzten 24 Stunden wurden in der Region Murcia 433 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Todesopfer wegen Covid-19 stieg aug 221. In Murcia wurden 87 neue Fälle festgetsellt, in Lorca 84, in Totana 57, in Cartagena 35, in Águilas 17 und in Mazarrón sechs.

Aktuelle Daten und Entwicklungen zum Coronavirus in ganz Spanien.

Aktuelle Daten zum Coronavirus in Andalusien

Aktuelle Daten zum Coronavirus an der Costa Blanca

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Jüngstes Opfer stirbt mit 31 Jahren

Update, 1. Oktober: In der Region Murcia sind innerhalb von 24 Stunden wieder 406 Neuinfektionen mit dem Coronvirus registriert worden bei 3.700 durchgeführten Tests. An der Spitze mit 95 Ansteckungen steht Murcia, gefolgt von Totana mit 50, Lorca mit 44 und San Javier mit 22 und Cartagena mit 16. Die Zahl der Covid-19-Patienten, die in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen behandelt werden müssen, bleibt stabil. 321 Patienten befinden sich auf Station,70 in Intensivpflege.

Am 29. September starb das bisher jüngste Covid-19-Opfer der zweiten Corona-Welle, ein 31-jähriger Mann aus Murcia. Einen Tag später am 30. September starben drei Frauen aus Lorca im Alter von 63, 84 und 90 an den Folgen von Covid-19. Die Zahl der Todesopfer liegt derzeit bei 214 seit Ausbruch der Pandemie.

Der Landesgesundheitsminister Manuel Villegas (PP) wies erneut darauf hin, dass 40 Prozent der in den letzten 14 Tagen positiv Getesteten unter 30 Jahre alt sind. 23 Prozent sind zwischen 15 und 29 Jahre alt. Die Aufrufe zur Vorsicht und zur Einhaltung der Corona-Regeln hätten offenbar nur bei den Älteren gefruchtet, so Villegas.

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Totana erneut in Phase 1 geschickt - Für Lorca und Jumilla werden die Beschränkungen verlängert

Update, 29. September: In der Region Murcia sind innerhalb von 24 Stunden 414 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bei 2.695 durchgeführten Tests registriert worden. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zu vergangener Woche. Mit dem Tod eines 52-jährigen Covid-19-Patienten aus La Unión steigt die Zahl der Todesopfer seit Ausbruch der Pandemie auf insgesamt 206.

Mit 109 Neuansteckungen verzeichnet Murcia die meisten Fällen, gefolgt von Totana mit 57, Lorca mit 53, Cartagena mit 49 und Jumilla mit zehn Fälllen. Die Lage in Totana ist inzwischen wieder so kritisch, dass die Landesregierung die Gemeinde zum zweiten Mal nach Aufhebung der Ausgangssperre zurück in Phase 1 mit Bewegungsbeschränkungen für die Bevölkerung schickt.

Auch in Lorca scheint sich die Lage nicht zu bessern. DIe Stadt befindet sich bereits seit zwei Wochen in Phase 1 des Deeskalationsplans zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. Dennoch wurden in dieser Zeit fast 1.000 Neuinfektionen festgestellt und sechs Menschen starben wegen Covid-19. Die Folge: Lorca bleibt für mindestens eine weitere Woche in Phase 1. Das gleiche gilt für Jumilla. Die wegen ihres Weinanbaugebietes bekannte Gemeinde befindet sich in ähnlicher Lage.

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Infizierte werden immer jünger - Durchschnitt bei 37 Jahren

Update, 25. September: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Region Murcia ist erneut in die Höhe geschossen. Mit 644 positiven Tests innerhalb von 24 Stunden ist der zweithöchste Wert nach Aufhebung des Lockdown erreicht. Insgesamt wurden 4.200 Tests durchgeführt. Murcia liegt mit 144 Neuansteckungen wie gehabt an Spitze, gefolgt von Totana mit 118, Cartagena mit 49, Lorca mit 40, Mazarrón mit elf und San Javier mit sieben. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 200 seit Ausbruch der Pandemie. Derzeit werden 325 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern behandelt, 58 auf den intensivstationen. Die Zahlen bleiben relativ stabil.

Durch ein spezielles Screening in den am meisten betroffenen Gemeinden seien mehr positive Fälle registriert worden, erklärte der Sprecher des Komitees zur Covid-Verfolgung im Landesgesundheitsministerium, Jaime Pérez, die hohe Zahl. 30 Prozent der Neuinfizierten haben keine Symptome, deshalb sei es um so wichtiger die Abstandsregeln einzuhalten, auf soziale Kontakte zu verzichten und Maske zu tragen. Inzwischen ist das Durchschnittsalter der Neuinfizierten auf 37 Jahre gesunken. 73 Prozent, also sieben von zehn positiv Getesteten, sind unter 50 Jahre alt.

Die Gruppe der 15- bis 29-Jährigen macht 24 Prozent der neuen Ansteckungen aus. Das Landesgesundheitsministerium habe in einer Woche 800 Anzeigen registriert, weil die Leute entweder keine Maske oder den Schutz nicht korrekt getragen, sich zu Trinkgelagen getroffen, ohne Mindestabstand geraucht oder sich nicht an die Gruppenbegrenzung gehalten haben, hieß es.

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Mit 675 Fällen an einem Tag neuer Rekord erreicht

Update, 18. September: Die Kurve der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Region Murcia zeigt steil nach oben. Innerhalb von 24 Stunden wurden 675 neue Fälle registriert. Das sind 50 Prozent mehr als am Vortag und neuer Rekord. Der hohe Anstieg ist nur teilweise mit vermehrten PCR-Tests zu erklären. Die Tests nahmen nur um 20 Prozent zu. Zwei Menschen starben an Covid-19. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 189 seit Ausbruch der Pandemie. An der Spitze der Neuansteckungen steht Murcia mit 156 Fällen, gefolgt von Lorca mit 118, Totana mit 43, Cartagena mit 32, Mazarrón mit 16 und San Javier mit sieben Fällen.

Die gute Nachricht: Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern und ist leicht gesunken auf 317. Auf den Intensivstationen werden derzeit 59 Patienten behandelt.

Nachdem ein Verwaltungsmitarbeiter im Rathaus von Mazarrón positiv getestet wurde, ist das Gebäude auf der Plaza del Ayuntamiento am 18. September geschlossen worden. Alle Termine auf dem Einwohnermeldeamt sind bis zum 22. September abgesagt. Angestellte werden getestet und die Räume desinfiziert.

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Zwölf Prozent der Tests positiv - Mehr als die WHO empfiehlt

In der Region Murcia sind an einem Tag 447 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Zwölf Prozent der insgesamt 3.500 durchgeführten Tests fielen positiv aus. Das ist mehr als die WHO empfiehlt. Fünf Patienten starben an Covid-19. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 187.36 starben nach Aufhebung der Ausgangssperre.

Murcia steht wie gehabt an der Spitze der Neuinfektionen mit 84 Fällen, gefolgt von Totana mit 73. Die Gemeinde befindet sich in einer kritischen Situation und könnte kurz vor einem zweiten Lockdown stehen. In der Stadt Lorca, die sich in Phase 1 befindet, wurden 70 neue Corona-Fälle verzeichnet, in Cartagena 32, in Mazarrón zehn, in Los Alcázares und San Javier jeweils acht.

LorcaRegion Murcia
Fläche1.675 km²
Höhe353 m
Bevölkerung93.079 (2018) Instituto Nacional de Estadística

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Neuer Rekord bei Infektionen - Lorca zurück in Phase 1 gestuft

Update, 15. September: Die Region Murcia bricht Tag für Tag Rekorde bei den Neuninfektionen mit dem Coronavirus. In den vergangenen 24 Stunden wurden 499 neue Fälle registriert. Die Zahl der Menschen, die seit Ausbruch der Pandemie an Covid-19 starben stieg auf 179. Murcia steht mit 192 Infektionen an der Spitze, gefolgt von Lorca mit 52, Cartagena mit 29, San Javier mit 15, Los Alcázares mit acht und Mazarrón mit fünf Fällen.

Landesgesundheitsminsiter Manuel Villegas (PP) ordnete am 14. September einen abgespeckten Lockdown für die Innenstadt von Lorca an. Die 60.000 Einwohner dürfen Lorca nur in Ausnahmefällen verlassen. Bars und Restaurants dürfen Kunden nur auf ihren Terrassen bedienen.

Zu der Entwicklung der Coronavirus-Pandemie in Spanien

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Krankenhäuser geraten unter Druck - Intensivstation in Lorca voll belegt

Update, 12. September: Schwarzer Tag für die Region Murcia: Das Landesgesundheitsministerium registriert 438 Neuinfizierungen in den letzten 24 Stunden sowie vier Todesfälle. innerhalb einer Woche starben elf Menschen an Covid-19, insgesamt sind es seit Ausbruch der Pandemie 172. Die meisten Fälle verzeichnet Murcia mit 76, gefolgt von Lorca mit 69 und Cartagena mit 55. Die hohe Zahl von Cartagena ist auf einen Ausbruch in der Ausbildungsstätte der Marine zurückzuführen. 39 angehende Soldaten wurden positiv auf das Coronavirus getestet.

Derzeit werden 339 Menschen in den Krankenhäusern der Region behandelt, 60 auf den Intensivstationen. Drei von insgesamt sechs Intensivstationen sollen bereits die Grenzen ihrer Kapazität erreicht haben, wie die Zeitung "La Verdad" berichtet. Über die Hälfte aller Betten in der Intensivpflege sind bereits mit Covid-19-Patienten belegt. Dazu kommen noch Patienten mit anderen Krankheiten. Kompliziert ist die Situation in den Krankenhäusern Rafael Méndez in Lorca sowie Reina Sofía und Morales Meseguer in Murcia.

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Jumilla zurück in Phase 1 - Krankenhäuser geraten unter Druck

Update, 10. September: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Region Murcia steigt und steigt. Am Mittwoch, 9. September, waren es 456, schon wieder ein neuer Rekord. Den Großteil verzeichnete Murcia mit 103 Fällen, Lorca folgt mit 77, Cartagena mit 50, Mazarrón mit 26 und San Pedro del Pinatar mit neun Neuansteckungen. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 168.

Die Landesregierung ließ die Gemeinde Jumilla wegen des rasanten Anstiegs von Neuinfektionen abriegeln. Die Bewohner dürfen Jumilla nur für die Arbeit oder Arztbesuche verlassen. Die gleiche Maßnahme wurde für den Bezirk Archivel, der zu Caravaca de la Cruz gehört, um eine Woche verlängert. Das bedeutet auch, dass die Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben.

Zunehmend geraten die Krankenhäuser unter Druck mit insgesamt 337 Covid-19-Patienten. 62 müssen auf Intensivstationen behandelt werden. Wenn die Ausbreitung des Coronavirus nicht gebremst werde und die Zahlen in diesem Rhythmus weiter steigen, könnten in zwei Wochen alle Betten auf den Intensivstationen belegt sein, warnte Landesgesundheitsminister Manuel Villegas (PP).

Coronavirus-Ausbreitung Murcia: Nach Totana wird zweiter Bezirk abgeriegelt

Update, 4. September: Der ungebremste Anstieg der Neuninfektionen mit dem Coronavirus in der Region Murcia hat erneut einen Höchstwert erreicht mit 430 Ansteckungen in den vergangenen 24 Stunden. Die drei größten Städte stehen dabei an der Spitze, Murcia mit 109 Fällen, Lorca mit 62 und Cartagena mit 28. In San Javier wurde 15 neue Infektionen, in Mazarrón und San Pedro del Pinatar jeweils neun. Insgesamt werden derzeit 225 Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern behandelt, 39 auf den Intensivstationen. 40 Prozent der Krankenhaus-Patienten sind unter 40 Jahren.

Um die Ausbreitung des Virus zu bremsen, hat die Landesregierung weitere Maßnahmen ergriffen und den Bezirk Archivel, der zu der Gemeinde Caravaca de la Cruz gehört, in die Phase 1 des Deeskalationsplans zurückgeschickt. Das bedeutet, dass die insgesamt 1.200 Einwohner ihren Bezirk nicht verlassen dürfen und aufgerufen sind, ihre Wohnungen nur in Ausnahmefällen zu verlassen. Der Grund sind zwei Coronavirus-Ausbrüche, 22 Infizierte und eine ältere Frau auf der Intensivstation. Einer der Ausbrüche ist auf eine Grill-Party von jungen Leuten zurückzuführen. Archivel ist nach Totana der zweite Ort in der Region Murcia, der in Phase 1 zurückgechickt wurde.

Weiterhin ordnete die Landesregierung an, dass die Bartresen in Bars und Restaurants quasi geschlossen werden, das Servieren ist verboten. Die Teilnehmerzahl von größeren Veranstaltungen von bisher 400 auf 100 beschränkt. Zudem bat Villegas das spanische Militär um Unterstüztung bei der Suche nach Kontaktpersonen von Infizierten. Trotz der steigenden Corona-Zahlen verbreitete der Landesgesundheitsminister Manuel Villegas (PP) Optimusimus. Die Lage in Lorca stabilisiere sich, sagte er. In der nächste Woche werde eine Besserung auch in den anderen betroffenen Gemeinden eintreten

Coronavirus-Lage in Murcia: Hotspots sind die drei großen Städte Murcia, Lorca und Cartagena

Murcia - Die Lage in der Region Murcia spitzt sich zu. Am Mittwoch, 26. August, registrierte das Landesgesundheitsministerium 340 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag. Das ist neuer Rekord und der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie. Nur einen Tag später, am Donnerstag, 27. August, wurden noch einmal 232 Neuansteckungen gemeldet. Insgesamt starben bisher 158 Menschen an Covid-19 in der Region Murcia, zuletzt zwei Frauen im Alter von 82 und 92 Jahren. 168 Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, 24 von ihnen auf der Intensivstation. Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums von Murcia sind 30 Prozent der Neuinfizierten zwischen 15 und 28 Jahre alt sind und 38 Prozent zwischen 30 und 49 Jahre.

Sorgen bereitet die Situation in Lorca mit 117 neuen Fällen in den vergangenen zwei Tagen. Murcia folgt mit 134 und Cartagena mit 46 Neuansteckungen. Die Intensivstation des Krankenhauses Rafael Méndez in Lorca ist derzeit zu 100 Prozent belegt, wie die lokalen Medien berichteten. Neu hinzukommende Intensiv-Patienten müssten in andere Hospitäler verlegt werden. Die Situation sei zwar angespannt, sagte der Landesgesundheitsminister Manuel Villegas (PP), aber von einem Kollaps könne keine Rede sein.

Coronavirus in Murcia: Nur noch sechs Leute, die nicht in einem Haushalt zusammenleben, dürfen sich treffen

Die Landesregierung von Murcia hat mit Beschränkungen auf die Lage reagiert und Treffen mit mehr als sechs Personen, die nicht in einem Haushalt leben, verboten. Das gilt sowohl für Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit wie auch in den eigenen vier Wänden. Die Gästezahl für Hochzeiten, Taufen und Kommunionen beschränkt sich auf 30. Für Beerdigungen gilt ein Limit von 15 in Innenräuem, im Freien von 25 Personen. In schwer betroffenen Städten und Gemeinden wie Lorca, Murcia, Alhama de Murcia, Abarán und Fuente Álamo dürfen Restaurants und Bars innen nur noch zu 40 Prozent belegt werden. Menschen ab 65 Jahren wird empfohlen, das Haus nur in dringenden Fällen zu verlassen.

Angesichts der besorgniserregenden Lage in Lorca, schließen der Bürgermeister Diego José Mateos (PSOE) und der Landesministerpräsident von Murcia Fernando López Miras (PP) nicht aus, Lorca in die Phase 1 des Deeskalationsplans zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise zurückzuschicken, so wie erst küzlich Totana. Phase 1 bedeutet unter anderem, dass die Bewohner die Stadt nicht verlassen und Besucher nur mit Genehmigung eintreten dürfen. Zunächst soll abgewartet werden, ob die neuen Beschränkungen Wirkung zeigten, bevor zu dieser Maßnahme gegriffen werde, sagte Mateos. Auch in der Nachbarregion Valencia wurde mit Benigànim der erste Ort unter Coronavirus-Quarantäne gestellt.

Coronavirus in Murcia: Lorca fordert mehr Tracker vom spanischen Militär 

Er bezeichnete den Gesundheitsdistrikt Lorca als Aschenputtel der Region Murcia. Es fehle an allem, an Material und Personal, sagte Mateos, aber vor allem an den sogenannten Trackern, die die Kontaktpersonen von Infizierten aufspüren und das Peronal in den Gesundheitszentren und Krankenhäusern entlasten könnten. Mateos forderte dringend Verstärkung von der Landesregierung von Murcia, die bereits das Angebot der Zentralregierung angenommen hatte und 60 Tracker des spanischen Militärs für die Region Murcia angefordert hatte.

Unterdessen mühen sich die Gemeinden der Region Murcia nach Kräften, um der Ausbreitung des Coronavirus Einhalt zu gebieten. In Lorca werden auf der Straße Informationsblätter in vier Sprachen, Spanisch, Englisch, Französisch und Arabisch, verteilt. Darin wird in einfachen Schritten erklärt, was zu tun, wenn die typischen Symptome auftreten oder Kontakt zu einer infizierten Person bestand.

Coronavirus in Murcia: Megafone und Polizei sollen helfen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen

In Murcia fährt der Zivilschutz durch die Straßen und ruft die Bevölkerung dazu auf, Masken zu tragen, Abstand zu halten, Hände zu waschen, bei Symptomen zu Hause zu bleiben und die 900 121 212 anzurufen. In Cartagena kontrolliert die Polizei verstärkt die Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden. Viele würden trotzdem zur Arbeit gehen aus Angst, den Job zu verlieren, vor allem Erntehelfer seien betroffen, hieß es.

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