Bräutigam und Braut mit Blumenstrauß.
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Ein infizierter Bräutigam feiert mit 200 Gästen Hochzeit in Murcia.

Zweite Coronavirus-Welle

Hochzeit mit Coronavirus in Murcia: Neuer Ausbruch nach Feier befürchtet

  • vonSandra Gyurasits
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Die Region Murcia hat mit steigenden Zahlen von neuen Coronavirus-Fällen und einer massiven Flüchtlingswelle zu kämpfen. Nun wird ein weiterer Ausbruch nach einer Hochzeitsfeier befürchtet.

  • Die Region Murcia verzeichnet an einem Tag 140 Neuinfizierte mit dem Coronavirus. Das ist bereits der dritte Rekord in einer Woche.
  • Das Coronavirus bricht in einem Kinderheim bei Murcia aus: 25 Infizierte.
  • Ein infizierter Erzieher feiert in Murcia seine Hochzeit mit 200 Gästen.
  • Die Region Murcia erlebt einen noch nicht dagewesenen Ansturm von Bootsflüchtlingen in Cartagena.

Update, 21. August: Die Region Murcia hat mit 155 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen 24 Stunden einen neuen Rekord aufgestellt. Murcia verzeichnet dabei 53 neue Fäalle, Cartagena 20, Lorca und San Javier jeweils sieben. Das Rathaus von Cartagena hat angekündigt, angesichts der steigenden Fälle eine mobile PCR-Test-Station in dem Stadtviertel Peral aufzubauen. Dort gebe es die meisten Neuansteckungen.

RegionMurcia
HauptstadtMurcia
Einwohnerzahl1,5 Millionen
Fläche11.313 Quadratkilometer

Unterdessen wurden vier Personen, die vergangene Woche an einer Hochzeitsfeier mit 200 Gästen in Murcia teilnahmen, positiv auf das Coronavirus getestet. Bei dem Bräutigam war das Coronavirus zwei Tage nach der Feier festgestellt worden. Ein Beamter der Guardia Civil aus Cartagena befindet sich derzeit mit seiner Familie in Quarantäne. Er und seine beiden Söhne waren nach dem Urlaub positiv getetstet worden.

Coronavirus in Murcia: Infizierter Bräutigam auf Hochzeitsfeier mit 200 Gästen

Update, 18. August: Die Region Murcia hat es mit einem weiteren Ausbruch zu tun bekommen. In dem Kinderheim in Alguazas bei Murcia sind insgesamt 25 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, darunter 17 Bewohner und acht Betreuer. Doch dabei wird es wahrscheinlich nicht bleiben. Der Kinderheim-Ausbruch hat bereits Kreise gezogen.

Das Landesgesundheitsministerium befürchtet weitere Fälle, nachdem einer der Betreuer, ohne offenbar von seiner Infektion zu wissen, am vergangenen Samstag, 15. August, seine Hochzeit mit 200 Gästen in einem Restaurant in Murcia feierte. Zwei Tage später fiel ein PCR-Test bei ihm positiv aus. Das Restaurant wurde sicherheitshalber geschlossen.

In den vergangenen 14 Tagen wurden wurden in der Region Murcia 1.025 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt, wie aus der Statistik des Gesundheitsministeriums in Madrid hervorgeht. Das entspricht 68,8 Fälle pro 100.000 Einwohner. Die hohe Zahl ist auch auf die vermehrten Tests zurückzuführen, 2.000 täglich.

Coronavirus in Murcia: Zahl der Neuinfizierung drei Mal in einer Woche getoppt

Update, 17. August: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in der Region Murcia weiterhin an. Am Samstag, 15. August, wurden 140 neue Ansteckungen registriert, davon sind allein 25 Fälle auf einen Ausbruch in einem Kinderheim in Alguazas bei Murcia zurückzuführen. Es ist bereits das dritte Mal in einer Woche, dass die Fallzahlen vom Vortag getoppt werden, was auch in der gestiegenen Zahl an Tests begründet liegt.

Am Samstag, 15. August, starben zwei Frauen im Alter von 55 und 82 Jahren an Covid-19 in dem Krankenhaus Rafael Méndez in Lorca. Beide Patientinnen hatten Vorerkrankungen. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Toten in der Region Murcia seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie auf 154.

Immigranten in Cartagena, die nach ihrer Flucht aus der Coronavirus-Quarantäne gefasst wurden.

Coronavirus in Murcia: Wieder 142 Bootsflüchtlinge aus Algerien angekommen - Sieben positiv getestet

Am Wochenende haben weitere Bootsflüchtlinge die Küste von Murcia erreicht. 142 illegale Immigranten aus Algerien wurden in Cartagena und Águilas aufgegriffen. Sieben von ihnen wurden positiv auf das Coronavirus getestet, 43 müssen in Quarantäne in das Hotel Cenajo in Moratalla.

Seit Sonntag, 16. August, gelten in der Region Murcia die verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise. So wurden alle Diskotheken und Nachtbars geschlossen. Rauchen im öffentlichen Raum ist verboten, wenn der Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen nicht eingehalten werden kann. Restaurants und Bars müssen um 1 Uhr schließen und dürfen ab Mitternacht keine neue Kunden mehr reinlassen. An einem Tisch dürfen maximal zehn Personen sitzen.

Coronavirus in Murcia: Rekord an Neuinfizierungen

Update, 14. August: Die Region Murcia verzeichnet am Donnerstag, 13. August, einen neuen Rekord an Neuinfizierungen mit dem Coronavirus. Das Landesgesundheitsministerium meldet 133 Fälle in 24 Stunden, acht mehr als am Tag zuvor. Die meisten Ansteckungen registriert Murcia mit 24, gefolgt von Cartagena mit 16, Mula mit 14, Lorca mit acht, Totana mit zehn, Torre Pacheco mit sieben.  Die Fälle in Mula gehen auf zwei Familientreffen zurück. Die Überträger sollen keine Symptome gehabt haben.

Auch die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern der Region ist auf 64 gestiegen. 13 müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Die Lage sei besorgniserregend, aber unter Kontrolle, sagte der Landesgesundheitsminister Manuel Villegas (PP).

Coronavirus in Murcia: Erneut 17 Bootsflüchtlinge aus Quarantäne in Cartagena abgehauen

Unterdessen sind am Donnerstag, 13. August, erneut 17 Bootsflüchtlinge aus der Quarantäne in einer Sporthalle in Cartagena ausgebrochen. Sie waren vor mehreren Tagen vor der Küste von Murcia aufgegriffen worden. Sie hatten Kontakt mit positiv getesteten Flüchtlingen und wurden isoliert. Nachdem der Test von einem von ihnen ebenfalls positiv ausgefallen war, befürchteten sie offenbar eine Verlängerung der Quarantäne und erfgriffen die Flucht.

Dabei sollen sie Getränkeflaschen in Richtung Guardia Civil geworfen und die Tür der Turnhalle aufgebrochen haben. Acht von ihnen konnten in wenigen Stunden wieder gefasst werden. Der Rest befindet sich noch auf der Flucht. Ein 20-jähriger Marokkaner, der freiwillig für das Rote Kreuz als Übersetzer für die Flüchtlinge aus Algerien arbeitete, soll sich der Mithilfe schuldig gemacht haben. Nach Angaben der Guardia Civil weigerte er sich, die Namen der Geflüchteten herauszugeben und schubste einen Beamten. Der Version des Marokkaners zufolge sollen ihn die Beamten dagegen bedrängt haben, Daten zu nennen, die er gar nicht wusste.

Es ist bereits der vierte Ausbruch aus der Quarantäne-Station in der Sporthalle seit dem 25. Juli. Die Vereinigung der Guardia Civiles AUGC forderte, die Halle wegen eklatanter Sicherheitsmängel zu schließen oder die Nationalpolizei als Verstärkung zu schicken. Zudem bemängelte AUGC, dass die Guardia Civil in Cartagena zu wenig Personal habe und beim Schutz der Bevölkerung fehlen würde.

Coronavirus in Murcia: Zahl der Neuinfizierten erreicht neuen Rekord

Update, 9. August: Die Zahl der Neuinfiizierten mit dem Coronavirus ist in der Region Murcia in den letzten 24 Stunden um 91 auf insgesamt 1.074 Fälle gestiegen. Das ist die höchste Zahl seit Ausbruch der Pandemie. Die hohe Zahl ist wie auch an der benachbarten Costa Blanca vor allem auf die vermehrten Tests zurückzuführen. In Murcia wurden 22 Neuinfizierte registriert, in Lorca 20, in Totana elf, in Cartagena acht und in Mazarrón sieben.

Coronavirus in Murcia: 15 Prozent der Neuinfizierten sind unter 18 Jahre alt

Update, 8. August: Die Zahl der Neuinfizierten mit dem Coronavirus in der Region Murcia hat in den letzten 24 Stunden um 81 auf insgesamt 991 Fälle zugenommen, gemäß dem nationalen Trend. Murcia verzeichnete 27 neue Fälle, Lorca und Totana je 13, Cartagena fünf und Mazarrón drei.

49 Covid-19-Patienten werden in den Krankenhäusern behandelt, zehn schwere Verläufe befinden sich auf der Intensivstation. Der Generaldirektor für Gesundheit José Carlos Vicente wies daraufhin, dass 15 Prozent der Neuinfiizerten unter 18 Jahre alt. Sie öffneten dem Virus die Tür und Tor, um die ganze Familie anzustecken. 60 Prozent der Neuansteckungen seien auf Virusträger ohne Symptome zurückzuführen, sagte Vicente und rief die Bevölkerung eindringlich auf, bei den geringsten Covid-19-Symptomen zu Hause zu bleiben.

Coronavirus in Murcia: Die meisten schweren Covid-19-Fälle auf der Intensivstation sind zwischen 31 und 47 Jahre alt

Update, 7. August: Die Zahl der Neuinfiizierten mit dem Coronavirus ist in der Region Murcia in den letzten 24 Stunden um 99 auf insgesamt 947 Fälle gestiegen, damit folgt die Region dem spanienweiten Trend. Die meisten Infizierten verbucht Murcia mit 38, gefolgt von Lorca mit 17, Cartagena mit 15, Mazarrón mit zwei und Totana mit sechs,Fällen. Als besorgniserregend bezeichnete der Generaldirketor für Gesundheit José Carlos Vicente den kontinuierlichen Anstieg in Lorca, Mazarrón und Totana.

79 Covid-19-Patienten werden in den Krankenhäusern behandelt, acht mit einem schweren Verlauf auf den Intensivstationen. Fünf Intensivpatienten sind zwischen 31 und 47 Jahre alt.

Coronavirus in der Region Murcia: Totana bleibt eine weitere Woche in Phase 1 mit Ausgangsbeschränkungen

Update, 6. August: In Mazarrón steigen die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus wie auch im ganzen Land. Bis jetzt sind 53 Arbeiter des Landwirtschaftsbetriebs Susaña positiv auf das Virus getestet worden.

Obwohl die Zahl der Infizierten in Totana, die hauptsächlich auf einen Ausbruch in einer Diskothek zurückgehen, von 132 auf 82 gesunken ist, verlängert die Landesregierung von Murcia die Phase 1 um eine weitere Woche bis 13.August.In Phase 1 des Deeskalationsplans zur Bekämpfung der Corona-Pandemie dürfen die Bewohner unter anderem Totana nur in Ausnahmefällen verlassen. Ein neuer Ausbruch wurde in Puerto Lumbreras festgestellt. Neun Personen wurden positiv getestet. Sie gehören einer Familie an und haben sich vermutlich bei einer Feier gegenseitig angesteckt.

Coronavirus in der Region Murcia: Doch keine Ausgangssperre für Mazarrón

Update, 4. August: Das Landesgesundheitsministerium von Murcia sieht davon ab, Mazarrón in die Phase 1 oder 2 des Deeskalationsplans zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise zu schicken. Vorerst bleibt es bei 55 Neuinfizierten, von denen 47 in dem bereits geschlossenen Landwirtschaftsbetrieb Susaña arbeiten. Sowohl Landesregierung als auch Rathaus betonen, dass sich das Virus nicht in dem touristischen Küstenort Puerto de Mazarrón ausgebreitet habe.

Coronavirus in Murcia: Weitere Flüchtlingsboote angekommen - Mindestens vier mit Coronavirus infiziert

Update, 3. August: Die Zahl der Neuinfizierungen mit dem Coronavirus ist in der Region Murcia erneut gestiegen. Besonders betroffen ist Mazarrón mit 55 Fällen, darunter 47 Arbeiter des Landwirtschaftsbetriebs Susaña. Landesgesundheitsminister Manuel Villegas (PP) rief die Arbeiter auf, bei Symptomen auf keinen Fall zur Arbeit zu gehen.

Erneut sind in der Nacht zu Montag, 3. August, acht Flüchtlinge aus einer Sporthalle in Cartagena ausgebrochen, wo sie sich in Quarantäne befanden, nachdem sie mit Coronavirus-Infizierten in Kontakt waren. Den Männern aus Algerien gelang die Flucht durch die Klimaanlagen-Schächte. Insgesamt sind 100 Immigranten in der Sporthalle untergebracht. 66 sind ausgebrochen. 17 befinden sich noch auf der Flucht. Am Samstag, 2. August sind zwei weitere Füchtlingsboote mit 15 Männern und Frauen aus Algerien an der Küste vor Cartagena und Águilas angekommen. Insgesamt wurden am Wochenende 41 Bootsflüchtlinge aufgegriffen. Mindestens vier von ihnen sind mit dem Coronavirus infiziert.

Coronavirus in der Region Murcia: Mazarrón nach Ausbruch im Visier, Bootsflüchtlinge abgehauen

Update, 1. August: Die Zahlen der Neuinfizierten mit dem Coronavirus in der Region Murcia steigen weiterhin an auch wegen der massiven Tests, die durchgeführt werden. In Lorca sind bisher 45 Infizierte registriert worden, in Mazarrón 34, in Totana 127.

Der Bürgermeister von Mazarrón Gaspar Miras (PSOE) macht den Landesgesundheitsminister von Murcia Manuel Villegas (PP) für die Flut an Kündigingen von Hotelreservierungen verantwortlich. Villegas hatte am Montag, 27. Juli, angedroht, Mazarrón und Lorca teilweise unter Quarantäne zu stellen. In Águilas und Puerto Lumbreras wächst die Sorge, dass sich das Virus von Lorca auf die beiden Nachbargemeinden ausbreiten könnte, weil viele Lorquiner dort Ferienwohnungen besitzen.

In der Nacht zum 1. August ist es zu einem weiteren Ausbruch von 59 Bootsflüchtlingen aus einer Sporthalle in Cartagena gekommen. Die Immigranten, die vor wenigen Tagen aus Algerien kamen, müssen eine 14-tätige Quarantäne absolvieren, nachdem sie mit Infizierten Kontakt hatten. Am Abend des 31. Jui sind erneut 26 Flüchtlinge aus Algerien auf drei Booten vor der Küste von Cartagena aufgegriffen worden, unter ihnen Frauen und Minderjährige. Die Guardia Civil erwartet eine weitere Flüchtlingswelle.

Update, 31. Juli: Das Landesgesundheitsministerium von Murcia hat angesichts der wie auch im Rest des Spaniens steigenden Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus die vorübergehende Schließung des Landwirtschaftsbetriebs Susaña angeordnet, nachdem bei zwölf Arbeitern das Coronavirus nachgewiesen wurde. Das entspricht zwölf Prozent der gesamten Belegschaft. In Lorca haben sich bis jetzt rund 280 Besucher der Diskotheken Plaza Cool Beat und La Confitería testen lassen. Heute sollen weitere 200 folgen. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass dadurch die Zahl der Infizierten steigen wird.

Unterdessen wurden zwei Unterkünfte für 130 Bootsflüchtlinge aus Nordafrika gefunden, die unter Quarantäne gestellt werden müssen, weil sie mit Infizierten Kontakt hatten. 100 Immigranten werden in dem Hotel Cenajo in Moratalla untergebracht, 30 in dem Gästehaus der Universität von Cartagena. 100 waren zuvor in einer Sporthalle in Cartagena einquartiert worden. Die Polizei rechnet mit einer weiteren Flüchtlingswelle vor der Küste von Murcia. Vergangenes Wochenende waren über 450 illegale Immigranten aus Nordafrika aufgegriffen worden.

Coronavirus-Ausbruch in Lorca: Diskothek Plaza Cool Beat geschlossen und desinfiziert.

Erstmeldung/Murcia/Cartagena - Das Coronavirus ist in der Region Murcia weiterhin auf dem Vormarsch. Die Zahl der Neuinfektionen steigt kontinuierlich. Am 30. Juli wurden über 584 aktive Coronavirus-Fälle in der Region Murcia registriert. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie steckten sich insgesamt bis jetzt fast 4.038 Menschen an, 151 starben an Covid-19. 4.500 Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten, werden medizinisch überwacht.

Von einem Coronavirus-Ausbruch sei die Rede, wenn drei Infektionen auftauchen, die miteinander in Verbindung stehen, erklärte Landesgesundheitsminister Manuel Villegas. Zuletzt gab es Ausbrüche in Totana, Murcia, Lorca und Mazarrón. In Totana drohte die Lage zunächst außer Kontrolle zu geraten. In der 32.000 Einwohner zählenden Gemeinde breitete sich das Virus vor allem in der südamerikanischen Bevölkerung so rasant aus, dass die Landesregierung Totana als erste Gemeinde Spaniens seit Beginn der „neuen Normalität“ am 23. Juli für sieben Tage zurück in die Phase 1 des Deeskalationsplanes zur Bekämpfung der Corona-Krise schickte. Am 29. Juli wurde die Maßnahme um eine weitere Woche bis zum 6. August verlängert.

Coronavirus-Ausbruch in Murcia: Totana zählt schon 150 Neuinfizierte und bleibt in Phase 1 

Phase 1 bedeutet, dass Bewohner aufgefordert sind, zu Hause zu bleiben. Sie dürfen Totana nur in genehmigten Ausnahmefällen und die Region Murcia gar nicht verlassen. Restaurants und Bars dürfen Kunden nur auf Terrassen bedienen und müssen um 24 Uhr schließen. Seniorentagesstätten sind geschlossen. In Altersheimen herrscht Besuchsverbot. Die beiden Gesundheitszentren kümmern sich ausschließlich um Covid-19-Fälle.

Als Infektionsherd wurde der Pub Dubai in Totana ausgemacht. Das Nachtlokal wurde geschlossen, nachdem bei drei Besuchern das Virus nachgewiesen worden war. 300 Pubgänger ließen sich testen. Bisher fielen 150 Coronavirus-Tests positiv aus. Ähnlich ist die Lage in Murcia. Bei 91 Besuchern von Diskotheken in der Ausgehmeile Atalayas wurde Sars-CoV-2 nachgewiesen. Insgsamt zählt Murcia bisher 161 Fälle. Die beiden Ausbrüche gehen vermutlich auf vier infizierte Personen aus Bolivien zurück, die am 3. Juni nach Murcia reisten, wo sie als Erntehelfer arbeiten. Eine Frau mit Symptomen ging erst zehn Tage später zum Arzt.

Coronavirus-Welle in Murcia: 30 Infizierte in Mazarrón, betroffen ist auch ein Landwirtschaftsbetrieb

In Mazarrón schrillten die Alarmglocken am 21. Juli, als das Postamt geschlossen wurde, nachdem zwei Angestellte positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Nur wenig später wurden am 24. Juli auch die Tagesstätten für Senioren und Behinderte geschlossen, Besuche in Altersheimen ausgesetzt, nachdem sich ein Angehöriger einer Pflegerin infiziert hatte. Inzwischen stieg die Zahl der Angesteckten auf 30, darunter acht Mitglieder einer Familie. Betroffen ist ebenfalls ein Landwirtschaftsbetrieb.

In Lorca gab es nach Angaben des Bürgermeisters Diego José Mateos (PSOE) bis zum Morgen des 27. Juli nur einen bestätigten Coronavirus-Fall. Doch dann schoss die Zahl in die Höhe. Am 29. Juli zählte Lorca bereits 17 Fälle. Am 30. Juli waren es 29. Bei den Betroffenen handelt es sich zum Großteil um Besucher der Diskos Plaza Cool Beat und La Confiería, die beide geschlossen wurden. Villegas geht davon aus, dass die Zahl der Infizierten weiter steigen wird, da alle Besucher der Lokale aufgerufen sind, sich testen zu lassen.

Die Coronavirus-Ausbrüche in Mazarrón und Lorca stehen in Zusammenhang mit der Nachbargemeinde Totana. Die Landesregierung von Murcia hatte zwischenzeitlich ebenfalls eine Phasen-Rückstufung von Mazarrón und Lorca erwogen, doch dann davon abgesehen. Die Situation sei unter Kontrolle, werde aber strikt beobachtet, sagte Villegas.

Die Region Murcia steht vor einem weiteren großen Problem: Eine massive Flüchtlingswelle. Vom 24. bis 26. Juli wurden vor der Küste von Cartagena über 450 Immigranten auf mehr als 30 Booten abgefangen. Sie stammen aus Nordafrika, vor allem aus Algerien. So viele Flüchtlinge in so kurzer Zeit habe es in der Region Murcia noch nicht gegeben, sagte der Delegierte der Zentralregierung für Murcia, José Vélez, (PSOE). Die Unterbringung, Versorgung und Bewachung bereiten Probleme. 34 Flüchtlinge wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Sie wurden auf die Krankenhäuser Centro Médico Virgen de la Caridad und Santa Lucía in Cartagena verteilt, wie diie Bürgermeisterin von Cartagena, Ana Bélen Castejón, mitteilte.

Coronavirus in Cartagena: Elf infizierte Flüchtlinge befinden sich auf der Flucht

259 Immigranten, die mit den Infizierten während der sieben Tage dauernden Reise in Kontakt waren, müssen sich bis mindestens 7. August in Quarantäne begeben. Sie wurden provisorisch in Zelten des Roten Kreuzes am Hafenbecken Escombreras von Cartagena untergebracht und von der Nationalpolizei bewacht.

Doch während sich Zentral- und Regionalregierung gegenseitig die Verantwortung für die Bootsflüchtlinge zuschoben und nicht bereit waren, zusammenzuarbeiten, flüchteten 100 Nordafrikaner in der Nacht zum 28. Juli aus dem Zeltlager. Die meisten hatten sich auf dem Gelände hinter Kränen und Containern versteckt und wurden schnell gefunden. 30 gelang es allerdings, den Hafen zu verlassen. Über die Hälfte wurde wieder aufgegriffen und zurückgebracht. Am 30. Juli befanden sich noch elf auf der Flucht.

Coronavirus in Cartagena: Rechtsextreme Partei Vox will Armada gegen Flüchtlinge einsetzen

Coronavirus-Krise in Cartagena: Über 450 Bootsflüchtlinge in wenigen Tagen.

Inzwischen ist eine Lösung für rund 100 Flüchtlinge gefunden worden. Das Rathaus von Cartagena hat eine Sporthalle in Cabezo Beaza zur Verfügung gestellt. Fehlt noch immer eine sichere Unterbringung für die restlichen 130 Immigranten. Im Gespräche sind Sporthallen in Águilas, Mazarrón und La Unión und das Gästehaus der Universität von Cartagena.

Die chaotische Bewältigung des Flüchtlingsansturms hat die rechtsextreme Partei Vox, auf deren Unterstützung die Regierungskoalition in Murcia aus Volkspartei PP und Ciudadanos angewiesen ist, auf den Plan gerufen. Ex-Basketballspieler und Vox-Vertreter José Ángel Antelo forderte den Einsatz der spanischen Armada, um Flüchtlinge von der Küste fern zuhalten.

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