Die Bucht Cala Cortina in Cartagena in der Region Murcia.
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Cala Cortina in Cartagena zählt zu den schönsten Buchten Spaniens.

Sol y Playa in Corona-Zeiten

Coronavirus-Krise: Murcia bereitet Strände auf Badesaison vor

  • vonSandra Gyurasits
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Die Küstengemeinden der Region Murcia öffnen ihre Strände für Badegäste. Vorerst werden noch keine verschärften Kontrollen durchgeführt. Die Polizei kontrolliert die Abstandsregeln.

  • Phase 2 des Deeskalationsplans tritt mit der Öffnung der Strände in Kraft.
  • In San Pedro del Pinatar ist auch das Schlammbaden wieder erlaubt.
  • Bisher hat keine Gemeinde vor, ihre Strände zu parzellieren.

Murcia - Die Zeiten, in denen man den Opa morgens schnell losschickte, um schon mal einen Sonnenschirm in den Sand zu stecken und den Platz am Strand für die Familie zu reservieren, sind vorbei. Zwar sind die Strände seit Montag, 25. Mai, mit Beginn der Phase 2 des Deeskalationsplans aus der Coronavirus-Krise wieder für Badegäste geöffnet, aber nur unter Sicherheitsvorkehrungen. Da die größte Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 nicht beim Baden im Meer besteht, sondern bei der Nichteinhaltung des Abstands von mindestens zwei Metern an Land, hat das Gesundheitsministerium in Madrid eine Reihe von Empfehlungen herausgegeben.

Der Landesminister von Murcia Fernando López Miras erklärt, was noch erlaubt und verboten ist in Pahse 2.

So sind die Gemeinden angehalten, die Belegung der Strände zu kontrollieren. Die Sonnenschirme sollen in einem Abstand von vier Metern aufgestellt werden. Im Fall, dass die Gemeinden ihre Strände in Parzellen aufteilen, dürfen die Abgrenzungen nicht aus Beton bestehen. Der Sand soll täglich gereinigt werden. Eine Desinfektion ist aber nicht nötig, da hohe Tempertauren, Mersalz und Ultraviolett-Strahlung der Sonne ausreichen.

Baden in Coronavirus-Zeiten: das Wichtigste ist Abstand halten

Ballspiele und Ansammlungen von mehr als 15 Leuten sind zu vermeiden. An besonders winidigen Stränden wird empfohlen, den Abstand von zwei Metern zu vergrößern, da der Wind das Virus in der Luft weitertragen könnte.

Wie die Rathäuser die Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen durchführen, bleibt dabei ihnen überlassen. Die Gemeinden an der 270 Kilometer langen Küste von Murcia von der Playa Cala Cerrada in Águilas bis zum Strand El Mojón in San Pedro del Pinatar sind sich einem Bericht der Zeitung "La Verda" zufolge einig: Bis Ende Mai wird der Zugang zu den Stränden nicht begrenzt und auch keine Kontrollen durchgeführt. Auch eine Parzellierung des Standes ist nicht vorgesehen. Die Polizei werde aber überwachen, ob der vorgeschriebene Abstand zwischen den Badegästen eingehalten wird, hieß es.

Trotz Coronavirus: Strandbars öffnen, Fußduschen bleiben geschlossen

An der fünf Kilometer langen Küste am Mar Menor in Los Alcázares werden Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Die durch die vergangenen Unwetter beschädigten Buchten werden unter anderem mit Sand ausgefüllt und Stege für Rollstuhlfahrer installiert. San Javier holt die roten Fahnen an allen Stränden am Mar Menor und Mittelmeer ein und öffnet sie für Besucher. In San Pedro del Pinatar soll es keine Parzellierungen geben. In La Mota ist es ebenfalls wieder erlaubt, ein therapeutisches Schlammbad zu nehmen.

Das Rathaus von Águilas hat seine 36 Strände geöffnet, Fußduschen und Chemietoiletten bleiben vorerst jedoch geschlossen. Dafür beginnt der Aufbau der Chiringuitos. Die Polizei kontrolliert, ob die Abstandsregeln eingehalten werden. Ebenso verfährt das Rathaus von Mazarrón.

In Cartagena werden vor allem die beliebten Stadtstrände Cala Cortina und El Portús von der Polizei ins Visier genommen, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Dagagen sind für die Buchten auf La Manga und Cabo de Palos keine verstärkten Maßnahmen vorgesehen.

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