Wale vor der Küste Almerías und Murcias

Costa Cálida: Auf den Spuren der Grindwale

  • vonSandra Gyurasits
    schließen

Die Küste vor Murcia und Almería bietet ausgedehnte Schutzzonen für Wale und Delfine. Umweltschützer verfolgen die Meeressäuger, um die Entwicklung ihrer Population neu zu bewerten. Die ersten Riesen wurden bereits gesichtet.

  • Umweltschützer führen eine Studie zur Bewertung der Population der Grindwale vor Murcia und Almería durch.
  • Von dem Segelschiff „Else“ aus werden die Rückenflossen der Meerestiere fotografiert, um sie zu identifizieren.
  • Zwei Gruppen mit Jungtieren haben sich bereits blicken lassen.

Murcia - Was treibt der Grindwal vor der Küste von Murcia und Almería? Wie viele der Meeresriesen, die bis zu acht Meter lang und drei Tonnen schwer werden können, tummeln sich hier? Diesen Fragen geht die Umweltorganisation Anse nach und hat ein Projekt zur Bewertung der Population der Grindwale im Golf von Vera und im Alborán-Meer 2020 bis 2021 gestartet. Ziel der Studie ist es, die Daten über die Grindwal-Gruppen nach den Beschränkungen der Coronavirus-Krise zu aktualisieren. Zuletzt wurde die Population im Jahr 2008 geprüft.

Der Grindwal
Wissenschaftlicher Name:Globicephala melas, auch bekannt als Pilotwal
Längebis zu acht Meter
Gewichtbis zu drei Tonnen
Dauer der Trächtigkeit16 Monate
Lebenserwartung30 bis 50 Jahre

Dazu stechen die Umweltschützer mit dem Anse eigenen Segelschiff „Else“ in See, beobachten Grindwale, zählen sie und fotografieren ihre Rückenflossen, um sie zu identifizieren. Zudem stehen fast 3.000 Aufnahmen von Rückenflossen zur Verfügung, die Anse in den vergangenen 20 Jahren an der Küste gemacht hat.

Das Segelschiff „Else“ wird von Grindwalen begleitet.

Sichtung an der Costa Cálida: Crew entdeckt zwischen Cabo de Palos und Águilas zwei Gruppen Wale

Zunächst ist die „Else“ zwischen Cabo de Palos und Águilas unterwegs. Bereits kurz nach dem Start bekam die Crew die ersten Gruppen Grindwale zu sehen. Sie sichteten je eine Schule von zwölf und von 70 Mitgliedern. Auffällig waren die vielen Jungtiere, die zum Teil erst vor kurzem geboren worden waren. Zu den Grindwalen gesellten sich zwei Zusammenschlüsse von Blau-Weißen Delfinen und Großen Tümmlern.

Derzeit seien die Wale und Delfine ungestört, da es weniger Ausflugsboote gebe, die für Fotos nah an die Tiere heranfahren, teilte Anse mit. Die südliche Küste von Murcia bietet den Meeressäugern eine ausgedehnte Schutzzone mit Wassertiefen von mehr als 1.000 Metern und Unterwasserschluchten wie Valles Submarinos del Escarpe de Mazarrón.

Im Juni lassen sich an der Costa Cálida gelegentlich über 20 Meter lange Finnwale blicken

Hier können sich Wale und Delfine ungestört vermehren und finden ausreichend Nahrung. Neben Grindwalen, Gemeinen und Blau-Weißen Delfinen und Großen Tümmlern tummeln sich hier auch Rundkopfdelfine und Pottwale.

Der Grindwal findet vor Murcia ausgedehnte Schutzzonen.

In den Monaten Mai und Juni lassen sich gelegentlich auch Finnwale blicken, die über 20 Meter lang werden können. Die Riesen schwimmen auf ihrem Weg in die Meerenge von Gibraltar an Cabo de Palos vorbei. In größeren Tiefen wird ab und zu auch der Cuvier-Schnabelwal gesichtet.

Die Umweltschützer haben auf ihrem Segeltörn an der Küste von Murcia auch Plastikmüll im Meer im Blick

Die Umweltschützer haben nicht nur Meerestiere im Blick. Sie sichten ebenfalls Müll im Meer und dokumentieren Menge und Art des Unrats. Dabei werden sie von den Organisationen Ecoembes und Proyecto Libera unterstützt.

Wenn die restlichen Beschränkungen der Coronavirus-Krise aufgehoben sind, geht die Reise auch noch in die Nachbarprovinzen Almería und Granada.

  • Sandra Gyurasits
    schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare