Die „Else“ im Einsatz: Im Oktober 2015 sichteten die Aktivisten von Anse den tausendsten Delfin. Foto: Pedro García/Anse

Einen Euro für „Else“

Murcia – sg. Die Umweltschutzorganisation Anse (Asociación de Naturalistas del Sureste) hat eine Mik...

Murcia – sg. Die Umweltschutzorganisation Anse (Asociación de Naturalistas del Sureste) hat eine Mikrofinanzierungs-Kampagne für den Kauf des Segelschiffs „Else“ gestartet. Die Aktivisten benötigen 13.000 Euro. „Else“ hat eine besondere Geschichte. Der 15 Meter lange Schoner aus Holz lief 1951 in Dänemark vom Stapel und geriet später sozusagen auf die schiefe Bahn. 1996 drohte das Boot vor der Küste von Cartagena während eines Sturmes zu kentern. Die Küstenwache schleppte es in den Hafen und machte eine überraschende Entdeckung. Im Frachtraum waren 1,5 Tonnen Haschisch versteckt. Bereits 130.000 Euro investiert Die Polizei nahm die Besatzung fest und beschlagnahmte das Schiff, das in den Hafen von Escombreras abgeschoben und geplündert wurde und immer mehr verwahrloste. 1997 gaben die Behörden „Else“ in die Obhut der Organisation Anse. Die Aktivisten restaurierten den Schoner und statteten ihn so aus, dass er zu wissenschaftlichen Fahrten genutzt werden kann, zum Beispiel zur Sichtung von Delfinen, Schildkröten oder Wasservögeln. Seitdem schippert die „Else“ vom Süden Alicantes bis in die Meerenge von Gibraltar und Marokko die Küste entlang. Allein in den Jahren 2014 und 2015 legte sie 6.000 Seemeilen, umgerechnet über 11.100 Kilometer zurück. In den vergangenen acht Jahren steckte Anse nach eigenen Angaben 130.000 Euro in die Instandsetzung des Schiffes.

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