Von den Zistrosen wachsen nur noch fünf Exemplare in Cartagena. Nur zwei sind reine Pflanzen, drei sind Kreuzungen. Fotos: Rathaus

Es gibt nur noch fünf

Politiker und Wissenschaftler aus Murcia sorgen sich um ihn, veranstalten seinetwegen Tagungen und i...

Politiker und Wissenschaftler aus Murcia sorgen sich um ihn, veranstalten seinetwegen Tagungen und investieren Geld, um ihn zu retten. Dabei ist er auf den ersten Blick nur ein 80 bis 90 Zentimeter hoher Strauch mit auffälligen rosa- bis purpurfarbenen Blüten, die Farbe in die öden Landschaften von Murcia bringen. Es geht um die Verschiedenblättrige Zistrose, die jara de Cartagena, die zu den bedrohtesten Pflanzen Spaniens zählt. Nur noch fünf wilde Exemplare wachsen in Llano del Beal in der Sierra Minera von Cartagena, zwei davon sind reine jaras de Cartagena, drei sind eine natürliche Kreuzung mit der zahlreich vertretenen Weißlichen Zistrose. Der Biologe Jesús Robles vom Landesministerium für Landwirtschaft in Murcia nennt die Zistrose von Cartagena den iberischen Luchs unter den Pflanzen. Während sich die spanische Regierung bereits seit 2001 um die Rettung der seltenen Wildkatze bemüht und sie es dank der Medien zu einiger Bekanntheit gebracht hat, haben die meisten von dem rosa blühenden Strauch von Cartagena noch nie etwas gehört. Und die Zukunft sieht alles andere als rosig aus. Die vom Aussterben bedrohte Pflanze hat mit der Trockenheit zu kämpfen und mit dem Alter. Die letzten Exemplare in Cartagena sind inzwischen zwölf bis vierzehn Jahre alt. Zudem kreuzt die Weißliche Zistrose im wahrsten Sinne des Wortes den Lebensweg der Verschiedenblättrigen Zistrose.

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