Der Tajo-Segura-Kanal läuft durch das Gebiet Almendricos in der Region Murcia. Foto: Greenpeace/Gabriel Tineo

Hahn zugedreht

Murcia – sg. „Beispielloser Frontalangriff“, „unverschämt“, „unerträglich“, „Tod der Landwirtschaft ...

Murcia – sg. „Beispielloser Frontalangriff“, „unverschämt“, „unerträglich“, „Tod der Landwirtschaft am Mar Menor“: Was Bauern und Politiker so in Rage gebracht hat, ist ein Beschluss des Umweltministeriums in Madrid. Den Landwirten aus der Region Murcia, den Provinzen Alicante und Almería wird das Wasser im Dezember abgedreht. Ministerin Teresa Ribera Rodríguez (PSOE) entschied, dass lediglich 7,5 Kubikhektometer Wasser aus dem Fluss Tajo in Kastilien-La Mancha in den Fluss Segura geleitet und nach Murcia, Alicante und Almería geführt werden. Das abgezweigte Wasser ist darüber hinaus ausschließlich für die städtische Versorgung bestimmt. Die Bauern sind jedoch auf das Wasser der Nachbarn angewiesen. Ausgerechnet in dem von Dürre geplagten Südosten Spaniens wird intensive Landwirtschaft betrieben, der wichtigste Wirtschaftsmotor. Doch dem Gemüsegarten Europas, wie das riesige Anbaugebiet genannt wird, mangelt es an Wasser. Das begehrte Gut wird in einem 292 Kilometer langen Überlandkanal vom Tajo in den Segura geleitet. Der so genannte trasvase befindet sich bereits seit 40 Jahren in Betrieb.

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