Die fünf Frauen und drei Männer auf der Jábega „La Almoguera“ werden zwar manchmal hart herangenommen, haben aber auch sichtlich Spaß. Foto: Nicolas Hock

Holzboote mit Tradition

Nicolas Hock - Málaga. Die Regattasaison ist schon seit rund zwei Monaten vorüber und es weht ein kü...

Nicolas Hock - Málaga. Die Regattasaison ist schon seit rund zwei Monaten vorüber und es weht ein kühler Wind am Strand von Málagas Stadtteil Pedregalejo. Trotzdem sind 13 Frauen und sieben Männer zum Training in den unterhalb der Promenade im Sand stehenden Bootsschuppen des Ruderclubs Club de Remo Pedregalejo gekommen, der rund 120 Mitglieder hat und auch unter den Namen Tiburones sowie Asociación de Remo y Pala Pedregalejo bekannt ist. „Wir trainieren das ganze Jahr über, obwohl wir im Herbst und Winter auch manchmal aussetzen müssen, wenn das Wetter zu schlecht ist“, erklärt eine der Frauen, während sie mit einem Lappen Sand von einem der Boote wischt. Bei den Booten handelt es sich um sogenannte Jábegas, einen Bootstyp, der vor fast 3.000 Jahren von den Phöniziern nach Spanien gebracht wurde und sich vor allem durch sein schweres Gewicht von 500 bis 1.500 Kilogramm, die hohen Bordwände und ein stets auf den Bug aufgemaltes Auge auszeichnet. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die schwerfälligen, aber stabilen Boote an der gesamten spanischen Mittelmeerküste zum Fischfang mit Schleppnetzen verwendet, bis diese Tradition langsam ausstarb.

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