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Traumstrand am Mar Menor in Gefahr: In 20 Jahren verschwunden

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Von: Sandra Gyurasits

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Ein Strand mit Dünen und weißem Sand in San Pedro del Pinatar.
Klimawandel und Bauboom: Dem Traumstrand La Llana in Murcia kommt der Sand abhanden. © Antonio Daniel Ibarra

Klimawandel, Unwetter und Bauboom lassen die Strände an Spaniens Küste schrumpfen. Wenn nichts getan wird, könnte es einen der Traumstrände der Region Murcia bald nicht mehr geben.

San Pedro del Pinatar – Der Strand La Llana in San Pedro del Pinatar am Mar Menor ist wegen seines feinen weißen Sandes, seines Karibik-Flairs, der Dünen und des glasklaren Wassers das, was man einen Traumstrand nennen kann. Doch in 20 Jahren könnte nichts mehr von der beliebten und inoffiziellen FKK-Playa übrig sein, wie Wissenschaftler des Umweltministeriums befürchten.

Klimawandel und Unwetter nehmen dem Küstenabschnitt den Sand. Allein der Sturm Gloria im Januar 2020 fegte fünf Meter Dünenbreite weg. Die Auswirkungen des Klimawandels und des Baubooms sind an der Playa La Llana besonders deutlich sichtbar. Schuld ist auch der Sporthafen von San Pedro del Pinatar, der in den 1950er Jahren gebaut wurde.

Mar Menor
Fläche170 km²
Mittlere Tiefe4 m
InselnIsla Mayor, Isla Perdiguera, Isla del Ciervo, Isla Rondella, Isla del Sujeto

Ein Hafen beeinflusst die Meeresströmung, die den Sand bewegt. Je nach Richtung der Strömung werde auf der einen Seite Sand angehäuft und auf der anderen Seite abgetragen, erklärt der Wissenschaftler für Physikalische Geografie an der Universität von Murcia, Antonio Daniel Ibarra.

Traumstrand am Mar Menor in Gefahr: Bedrohung durch Klimawandel und Sporthäfen

Das Umweltministerium hat sich für eine günstigere Alternative entschieden: die künstliche Aufschüttung an dem am stärksten erodierten Bereich, das sind die ersten 250 Meter südlich des Sporthafens in San Pedro del Pinatar. Dazu werden 34.000 Kubikmeter Sand vom Strand Torre Derribada nördlich des Hafens auf die andere Seite geschaufelt. Hinzu kommt der Bau von zwei Dämmen.

Traumstrand am Mar Menor in Gefahr: Rettung durch Sandaufschüttungen, Buhnen und Sanfängern

Eine 150 Meter lange Buhne im Hafen und eine 60 Meter lange Buhne am Ende der Playa La Llana sollen die Erosion des Strandes verlangsamen und zusätzlich verhindern, dass sich große Mengen Sand in dem Kanal Encañizadas, der das Binnen- mit dem Mittelmeer verbindet, anhäufen und den Weg verstopfen. Jährlich tragen Wellen 12.300 Kubikmeter Sand in den Kanal. Um die Dünen gegen Stürme zu wappnen, sollen Sandfänger aufgestellt werden und heimische Pflanzen die Sandhügel befestigen.

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