Ein Polizeiauto der Pilozei von Cartagena vor einem Strand.
+
Mord in Cartagena: 18-Jährige wird verdächtigt, mit ihrem aktuellen Freund den Ex getötet zu haben.

Gewalttat an der Costa Cálida

Mord an der Costa Cálida: Geschlagen und verbrannt - 18-Jährige verdächtigt

  • Sandra Gyurasits
    VonSandra Gyurasits
    schließen

In Cartagena an der Costa Cálida ist ein 34-jähriger Mann erst geschlagen und dann in seinem Auto verbrannt worden. Verdächtigt wird seine 18-jährige Ex-Freundin.

Cartagena - Die Guardia Civil ermittelt in einem brutalen Mordfall in Cartagena an der Costa Cálida. Ein Lastwagenfahrer hatte am frühen Morgen des 23. August ein brennendes Auto auf einem Feld außerhalb der Stadt entdeckt und die Polizei alarmiert. Bei den Löscharbeiten entdeckte die Feuerwehr eine Leiche auf den Rücksitzen.

Cartagena
Höhe10 m
Fläche558,1 km²
Bevölkerung213.943 (2018) Instituto Nacional de Estadística
ProvinzMurcia

Bei dem Toten handelt es sich um einen 34-jährigen Mann aus dem 1.100-Einwohner-Dorf La Puebla, das zu Cartagena gehört. Das Opfer wurde erst geschlagen und anschließend in seinem Wagen verbrannt . Ob der Mann bereits tot war oder noch lebend verbrannte, soll eine Obduktion klären.

Gewalttat an der Costa Cálida: Das Opfer erhielt Morddrohungen, nachdem er sich von seiner Freundin getrennt hatte

Abgesehen von der Gewalt, schockierte vor allem, dass die 18-jährige Ex-Freundin des Opfers als Tatverdächtige von der Polizei festgenommen wurde zusammen mit ihrem aktuellen, 24-jährigen Freund. Die beiden hatten sich nach der Tat in einer Wohnung von zwei Bekannten in Los Alcázares versteckt.

Den Aussagen von Familienangehörigen des getöteten 34-Jährigen zufolge soll er sich von seiner Freundin getrennt haben, weil sie zeitgleich mit einem anderen Mann zusammen war. Nachdem die junge Frau vergeblich versuchte hatte, den 34-Jährigen zurückzugewinnen, erhielt dieser Morddrohungen, die er aber nicht ernst nahm und deshalb keine Anzeige erstattete.

Gewalttat an der Costa Cálida: Tatverdächtige werden in Cartagena sieben Stunden verhört

In der Mordnacht war es der 18-Jährigen gelungen, den Ex-Freund zu einem Treffen zu überreden. Beide stiegen in sein Auto und fuhren los, wie Zeugen berichten. Kurz vor seinem Tod soll der 34-Jährige noch seine Schwester angerufen haben mit den Worten, sie würden ihn schlagen und töten. Dann brach die Verbindung ab, und die Schwester erhielt wenige Stunden später die Nachricht vom Tod ihres Bruders.

Den beiden Tatverdächtigen werden Mord oder Totschlag und unterlassene Hilfeleistung zur Last gelegt. Sie wurden am 25. August dem Richter in Cartagena vorgeführt und sieben Stunden lang verhört. Sie gaben zu, am Tatort gewesen zu sein, dass es zu einem Streit zwischen den beiden und dem Opfer gekommen sei und sie sich geschlagen hätten. Aber sie hätten nie beabsichtigt, die Auseinandersetzung so enden zu lassen.

Nun müssen die Ermittler anhand von Beweisen herausfinden, ob es sich um Mord oder Totschlag handelt. Beide Tatverdächtige befinden sich in Untersuchungshaft ohne Kaution. Die 18-Jährige sitzt im Gefängnis in Sangonera la Verde ein, der Komplize in Campos del Río.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare