Landesgesundheitsministerium von Murcia bittet um Spenden von Schutzmaterial. Foto: Ángel García

Murcia: Exponentiell mehr Fälle erwartet

Murcia – sg. Die Zahlen der neuen Coronavirus-Fälle in der Region Murcia spiegeln nicht den realen V...

Murcia – sg. Die Zahlen der neuen Coronavirus-Fälle in der Region Murcia spiegeln nicht den realen Verlauf der Epedemie wider. Die Gesundheitszentren der Region gehen von mindestens 100 Patienten aus, die sich möglicherweise infiziert haben, aber nicht getestet wurden, weil sie nur leichte Beschwerden zeigten. Der Grund ist, dass es bisher nicht genügend Tests gibt, und deshalb nur schwer Erkrankte, Krankenhauspersonal und Mitarbeiter von Diensten, die die Grundversorgung sichern, getestet wurden. Vor  allem Wattestäbchen fehlten, mit denen Proben aus dem Rachenbereich entnommen werden, wie der Landesgesundheitsminister Manuel Villegas bestätigte. In Kürze sollen Schnelltests eingeführt werden, die jeden Patienten mit leichten und schweren Symptomen testet, wie das Gesundheitsministerium in Madrid verkündete. Dadurch würden die Zahlen der Neuinfektionen noch einmal in die Höhe schießen, hieß es. Gleichzeitig würde die Sterblichkeitsrate sinken. Landesminister Villegas geht davon aus, dass die Coronavirus-Fälle in nächster Zeit weiter expotentiell steigen werden und der Gipfel möglicherweise in drei Wochen erreicht werde. Angesichts der Knappheit von Schutzmaterial für Ärzte, Sanitäter und Pfleger im ganzen Land rief Villegas die Bevölkerung in Murcia dazu auf, Mundschutze, Handschuhe oder Schutzbrillen zu spenden. Der Vorrat würde sich dem Ende neigen, wenn der Notstand noch längere Zeit andauere. Eine Sprecherin der Gewerkschaft für medizinische Angestellte Satse, fand deutlichere Worte. Es könne nicht sein, dass Leute auf der Straße mit Mundschutz herumliefen und diejenigen, die direkt mit Infizierten zu tun hätten , ungeschützt seien. Die Spenden werden koordiniert unter Tel.: 968 365 7 54.

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