Die Stimme des Volkes bleibt bisher ungehört. Foto: Anse

Operation geglückt – Patient tot

Murcia/Madrid – mar. Dass gehandelt werden muss, nur darin sind sich Zentralregierung Madrid und Reg...

Murcia/Madrid – mar. Dass gehandelt werden muss, nur darin sind sich Zentralregierung Madrid und Regionalregierung Murcia einig. Doch Verhandlungen zwischen PSOE- und PP-Delegationen über Rettungsmaßnahmen und ein Zukunftskonzept für das ökologisch schwer geschädigte Mar Menor wurden am Montag ergebnislos abgebrochen. Am Donnerstag verabschiedete die Murcianer Landesregierung dennoch ein Dekret als Handlungsleitfaden für die Salzwasserlagune, in dem sich aber nur wenig von dem findet, was Madrid gefordert hatte. Eine handlungsfähige Regierung Sánchez wird hier intervenieren. Regionalpräsident Fernando López Miras, PP, schiebt technische und juristische Unstimmigkeiten vor, die eine Einigung verhinderten. Dabei wird bald klar, dass es vor allem um Klientelpolitik geht. Die PP lehnt es ab, die Verbotszone für die Verwendung von Düngemitteln in der Landwirtschaft von 500 auf 1.500 Metern vom Mar Menor auszudehnen. Das würde die Landwirte „vernichten“, die Forderung sei „skrupellos“. Dabei vernichtete diese Art der Landwirtschaft fast das Mar Menor. Auch ein dreijähriges Moratorium der Errichtung neuer Gewächshäuser lehnt die Volkspartei ab und folgt damit der Forderung der großen Agrarkonzerne, die auf diese Produktionsart en masse setzen.

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