Touristen sitzen auf der Terrasse einer Bar unter Sonnenschirmen in der Altstadt von Cartagena.
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Freie Fahrt an die Costa Cálida: Murcia hebt die Abriegelung auf.

Reisen an die Costa Cálida

Reisen in Spanien: Freie Fahrt an die Costa Cálida

  • Sandra Gyurasits
    vonSandra Gyurasits
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Mit dem Notstand enden am 9. Mai auch die Reisebeschränkungen und Ausgangssperren in Spaniens Regionen. Auch Murcia hebt die Abriegelung der Region und die nächtliche Ausgangssperre auf. 

Update, 7. Mai: Eigentlich wollte die Region Murcia nach Ende des Notstandes in Spanien am 9. Mai an der Abriegelung der Region festhalten. Zu groß war die Angst vor einem neuen Anstieg der Coronavirus-Neuinfektionen an der Costa Cáldia. Doch nun die Kehrtwende: Murcias Landesministerpräsident Fernando López Miras hat verkündet, dass sowohl die Abriegelung der Region Murcia als auch die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben werden. Ab Sonntag gilt also freie Fahrt an die Costa Cálida

Größer als die Sorge vor steigenden Inzidenzen war wohl die Unsicherheit, ob das Oberlandesgericht von Murcia der Beibehaltung der Abriegelung zustimmen würde. Deshalb verkündete Landesministerpräsident Fernando López Miras, dass sowohl die Abriegelung der Region Murcia als auch die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben werden. Ab Sonntag, 9. Mai, gilt also freie Fahrt an die Costa Cálida.

Reisen an die Costa Cálida: Bars und Restaurants müssen um 24 Uhr schließen

Einige Restirktionen, die in den Zuständigkeitsbereich der Landesregierung fallen, bleiben allerdings erhalten. Die Bars und Restaurants müssen um 24 Uhr schließen. Es dürfen sich maximal sechs Personen treffen, die nicht im selben Haushalt leben. Das gilt für draußen und drinnen.  Auch an den Tischen der Bars und Restaurants dürfen jeweils sechs Personen sitzen, egal ob auf der Terrasse oder im Innenraum. Für Innenräume gilt eine Belegung von 30 Prozent, für Terrasse 100 Prozent.

Nicht systemrelevante Geschäfte müssen von 24 bis 6 Uhr schließen. Bei Feiern wie Hochzeiten oder Kommunionen dürfen 50 Personen in Innenräumen zusammenkommen, unter freiem Himmel sind es 100. Kirchen dürfen bsi zu 75 Prozent belegt sein, maximal sind 50 Personen erlaubt.

Reisen an die Costa Cálida: Murcia zögert und will an Restriktionen festhalten

Erstmeldung, 6. Mai: Wenn am Sonntag, 9. Mai, der wegen der Coronavirus-Pandemie erklärte Notstand in Spanien aufgehoben wird, enden um 24 Uhr auch die Abriegelung der Region Murcia und die nächtliche Ausgangssperre.  Das könnte für deutsche, österreichische und Schweizer Freienhausbesitzer an der Costa Cálida freie Fahrt in den Süden bedeuten. Doch noch ist nicht geklärt, wie es in der Region Murcia nach Ende des Notstands konkret weitergehen soll. Das gilt auch für das Thema Reisen in Spanien.

Während der Landesministerpräsident der Nachbarregion Valencia, Ximo Puig, bereits ankündigte, Valencia wieder für Reisen zu öffnen, sprach sich sein Amtskollege aus Murcia, Fernando López Miras, dafür aus, die Restriktionen solange aufrechtzuerhalten, bis der Großteil der über 60-Jährigen mindestens einmal geimpft ist. Ein konkretes Datum könne er aber nicht nennen, sagte Murcias Landeschef.  Er schätze, dass dies in zwei bis drei Wochen der Fall sein könnte. Damit ist Murcia später dran als andere Regionen in Spanien.

Reisen an die Costa Cálida: Regeln für Reisen, Ausgangssperre und soziale Kontakte werden noch festgelegt

Am Freitag, 7. Mai, tritt das Covid-Komitee in Murcia zusammen und entscheidet, welche Regeln ab Montag, 10. Mai, für die Bevölkerung gelten bezüglich Reisen, Ausgangssperre und soziale Kontakte. Eine Alternative zur Ausgangssperre könnte  die Kürzung der Öffnungszeiten von nicht systemrelevanten Geschäften sein, über die die Landesregierung unabhängig vom nationalen Notstand in Spanien entscheidet.

Die Beschränkungen aufrechtzuerhalten, übersteigt die Kompetenz der autonomen Region. Wenn die Landesregierung die Restriktionen verlängern oder neue verhängen will, muss das Oberlandesgericht den Maßnahmen zustimmen. Wenn das nicht der Fall ist, bleibt noch der Weg zum Obersten Gerichtshof Spaniens.

Reisen an die Costa Cálida: Murcia steht mit einer geringen Inzidenz gut da, aber die Gefahr ist nicht gebannt

Die Region Murcia stehe im spanienweiten Vergleich mit wenigen Corona-Neuinfektionen zwar gut da, sagte Landesgesundheitsminister Juan José Pedreño, doch die Inzidenzen in weiten Teilen Spaniens seien sehr hoch. Sorge bereiten vor allem die Mutationen des Coronavirus, die ansteckender und resistenter gegen Impfstoffe seien. Um eine schnelle Ausbreitung zu stoppen, müssen Restriktionen ohne Verzögerung angewendet werden können, so Pedreño.

Die Gefahr einer vierten Welle sei nicht gebannt, wie fünf neue Coronavirus-Ausbrüche in den vergangenen Tagen belegen. Zuletzt wurden nach einer Hochzeitsfeier im Norden der Region mindestens drei Infizierte gemeldet.

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